Kundenbereich

Kostenlose Beratung

0800 - 755 455 442

Mo. bis So. 08:00 - 24:00 Uhr

Sie sind hier:

Air France-KLM wird neuer Partner von Air Berlin und Etihad

München, 08.10.2012 | 12:19 | jwö

Seit vergangener Woche stand es im Raum, jetzt ist es amtlich: Air Berlin arbeitet ab dem 28. Oktober mit Air France-KLM zusammen. Wie beide Unternehmen am Montag mitteilten, wird auch die arabische Gesellschaft Etihad in die Partnerschaft eingebunden. Etihad ist Großaktionär bei Air Berlin und hatte Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft massiv zu der neuen Partnerschaft gedrängt. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen die Streckennetze der drei Airlines verbunden werden.

Air France Airbus

Neue Partnerschaft zwischen Air France-KLM, Air Berlin und Etihad. Foto: Air France

Beim sogenannten Codesharing gehen die Fluglinien eine Vertriebspartnerschaft ein, bei der sie sich einen Linienflug teilen. Dadurch sparen sie Kosten und können ein größeres Streckennetz bedienen. Durch die Partnerschaft mit Air France fliegt Air Berlin künftig neun statt bislang drei Ziele in Frankreich an, zudem kommen über KLM zusätzlich Amsterdam und drei Ziele im Vereinigten Königreich hinzu. Air France-KLM hingegen erweitert durch das Abkommen mit Air Berlin das Flugangebot in Deutschland, Polen, Russland und Österreich. Darüber hinaus wollen Etihad und Air France-KLM bei Flügen zwischen Europa und Abu Dhabi zusammenarbeiten. Von dort aus können Passagiere in Anschlussflüge nach Asien und Australien umsteigen.

Air Berlin-Geschäftsführer Hartmut Mehdorn bezeichnete die neue Zusammenarbeit mit Air France-KLM als Meilenstein. Die Financial Times Deutschland sieht in der Zusammenarbeit zudem eine Gefahr für die Lufthansa. Hintergrund hierfür sind unter anderem die Mitgliedschaften der Airlines an verschiedenen Luftfahrtbündnissen. Während Air Berlin ist Mitglied von Oneworld, Air France von Skyteam, die Lufthansa gehört dagegen dem Konkurrenzbündnis Star Alliance an.

Erst vergangene Woche hatte James Hogan, der Generaldirektor von Etihad, Oneworld als sekundär bezeichnet. Laut dem Nachrichtensender N-TV sei die neue Kooperation Teil einer großangelegten Expansionsstrategie von Etihad auf den lukrativen Luftfahrtmärkten in Asien. Etihad wolle sich weitere Anteile an anderen Fluggesellschaften sichern, sagte Hogan dem Sender in einem Telefoninterview. Etihad hält 29 Prozent der Air Berlin-Aktien und gehört bisher keiner der großen Allianzen an.

Weitere Nachrichten über Flug

Aktuelle Nachrichten