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Studie: Bessere Verbindung von Schienen- und Luftverkehr könnte Millionen einsparen

München, 10.10.2012 | 12:31 | jwö

Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, und Vertreter der Luftfahrtbranche plädieren für eine bessere Vernetzung von Schienen- und Luftverkehr. Sie berufen sich auf eine neue Studie zur so genannten Intermodalität Schiene-Luft, der Nutzung beider Verkehrsmittel innerhalb einer Reise, über deren Ergebnisse sie am Montag in Berlin diskutierten. Laut der Untersuchung könnte sich der volkswirtschaftliche Nutzen pro Jahr auf bis zu 268 Millionen Euro belaufen.

Zugfahrt mit dem ICE

Schienen- und Luftverkehr könnten besser vernetzt werden.

Grube sowie Michael Kerkloh, Geschäftsführer des Münchener Flughafens, und Klaus-Peter Siegloch vom Luftverkehrsverband wiesen darauf hin, dass es notwendig sei, Bahn- und Flugverkehr an wichtigen Schnittstellen besser zu verknüpfen. Grube forderte, dass jeder Flughafen ab einem bestimmten Passagieraufkommen über eine ICE-Anbindung verfügen müsse. Durch attraktive Zugverbindungen könnten bestehende Flugstrecken wie München-Stuttgart oder München-Nürnberg überflüssig gemacht werden, so Kerkloh. Wenn der Airport besser an ein dichteres Schienennetz angebunden sei, könnten langfristig Passagierzahlen und Flugzeugbewegungen gesteigert werden. Zudem sei im speziellen Falle des Münchener Flughafens die Anbindung an transnationale Strecken entscheidend.

Die Studie war von dem Beratungsunternehmen Intraplan und dem Bundesverkehrsministerium im Auftrag der Deutschen Bahn, der Flughäfen Frankfurt, München und Düsseldorf, der Lufthansa und der Deutschen Flugsicherung erstellt worden. Den Ergebnissen der Erhebung zufolge resultiert der volkswirtschaftliche Nutzen der Intermodalität unter anderem aus der Verlagerung von Straßenverkehr auf die Schiene und einer Verkürzung der Reisezeiten. Zudem könnten Arbeitsplätze geschaffen, Umstiege vermieden und CO2-Emmissionen reduziert werden.

Im Hinblick auf den neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 gibt die Studie an, dass die möglichen Einsparungen durch diese Zusammenhänge bereits im Schienen-Bedarfsplan berücksichtigt worden seien. Bislang waren diese jedoch lediglich mit 106 Millionen Euro pro Jahr veranschlagt worden. Michael Odenwald, der designierte Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, bezeichnete die neue Studie als wichtigen Beitrag für die im Zuge des Bundesverkehrswegeplans 2015 anstehenden Entscheidungsprozesse.

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