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Tarifstreit: Lufthansa-Flugbegleiter streiken am Freitag bundesweit

München, 05.09.2012 | 12:29 | tei

Der Tarifstreit zwischen der Lufthansa und ihren Flugbegleitern droht vollends zu eskalieren - die Leidtragenden sind erneut die Reisenden. Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat für den kommenden Freitag die nächste Streikwelle angekündigt. Wie die Vertretung der Flugbegleiter am Dienstagabend Medienberichten zufolge bekannt gab, soll der kommende Ausstand 24 Stunden lang dauern und das gesamte Bundesgebiet umfassen. Wie der UFO-Vorstandsvorsitzende Nicoley Baublies sagte, seien die Flughäfen Frankfurt am Main, Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart betroffen.

Lufthansa-Flugbegleiter: Streik am Freitag bundesweit

Flugreisende müssen am Freitag bundesweit Geduld haben - die Flugbegleiter wollen ganztägig streiken.

Für Mittwoch und Donnerstag seien allerdings jegliche Arbeitskampfmaßnahmen ausgeschlossen, hieß es von Seiten der UFO. Grund für den nunmehr dritten Streik binnen einer Woche sei, dass die Lufthansa keinerlei Bereitschaft erkennen lasse, auf die Forderungen der Gewerkschaft einzugehen. Das Unternehmen habe bislang kein verbessertes Angebot vorgelegt. Sollte die Lufthansa ein Schlichtungsverfahren einleiten, könnte der Ausstand am Freitag allerdings noch verhindert werden.

Danach sieht es auf Arbeitgeberseite derzeit allerdings nicht aus. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, es gebe keinen Grund für eine Schlichtung, da die Airline bereits ein Angebot vorgelegt habe, das eine gute Basis für weitere Gespräche darstelle. Vielmehr forderte die Lufthansa die UFO auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Bereits die von der UFO als "Nadelstiche" bezeichneten bisherigen Ausstände der Stewardessen und Stewards hatten massive Wirkung gezeigt. Am Dienstag legten die Flugbegleiter an den Airports in Frankfurt am Main, Berlin-Tegel und München zeitlich gestaffelt für je acht Stunden die Arbeit nieder. Europas größte Fluggesellschaft musste insgesamt über 300 Flüge streichen, etwa 43.000 Reisende waren von Verspätungen oder Ausfällen betroffen. Die Auswirkungen waren noch am Mittwoch zu spüren. Der Arbeitskampf vom vergangenen Freitag war auf Deutschlands größten Flughafen in Frankfurt beschränkt worden. Hier fielen 190 Flüge aus, 26.000 Passagiere mussten warten. Die Lufthansa sprach in beiden Fällen von Schäden in Millionenhöhe.

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