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Ufo droht Lufthansa mit Streik

München, 30.08.2012 | 17:25 | srh

Bei der Lufthansa treten die Flugbegleiter ab dem morgigen Freitag in den Ausstand. Der Streik wird für Reisende dieser Fluggesellschaft zahlreiche Verspätungen und Annullierungen von Verbindungen nach sich ziehen. Zum Arbeitskampf aufgerufen hat die Gewerkschaft der Flugbegleiter Ufo. Welche Flughäfen genau von den Maßnahmen betroffen sein werden, ließ die Gewerkschaft bis Donnerstagnachmittag offen.

Lufthansa: Streik der Flugbegleiter ab Freitag

Der Streik der Lufthansa-Flugbegleiter am Freitag wird zu Flugausfällen führen.

Wie viele der rund 19.000 Stewardessen und Stewards Ufo vertritt, darum macht die Gewerkschaft ein Geheimnis. Erst mit einem Vorlauf von sechs Stunden will sie die Öffentlichkeit über ihre genauen Einsatzpläne informieren. So soll verhindert werden, dass Lufthansa Ersatzpersonal bereitstellen kann und dadurch der Streik im Sande verläuft. Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, die Gewerkschaft wolle auf alle Fälle die Drehkreuze Frankfurt und München bestreiken. Nach Informationen aus Gewerkschaftskreisen stehe zudem der Flughafen Berlin-Tegel zur Disposition.

Europas größte Fluggesellschaft gab bereits im Vorfeld bekannt, die Kunden bestmöglichst über die Streikauswirkungen informieren zu wollen. Fluggäste können sich auf der Internetpräsens des Unternehmens über den Status ihres Flugs informieren. Daneben gibt Lufthansa auch via E-Mail, SMS-Service und Twitter die neuesten Meldungen bekannt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass vor allem innerdeutsche Flüge und die europäischen Strecken betroffen sein werden. Kostenlose Umbuchungen auf andere Airlines oder die Bahn seien möglich, so der Lufthansa-Konzern.

Der Ufo-Streik richtet sich allein gegen die Muttergesellschaft Lufthansa. Tochterunternehmen wie Cityline, Eurowings und Germanwings sind nicht betroffen.  Bisher dauert der Tarifstreit nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bereits gut ein Jahr. Er befindet sich dabei momentan auf dem bisherigen Höhepunkt zäher Verhandlungen über Lohnerhöhungen und die Auslagerung von Stellen des Kabinenpersonals. Lufthansa sieht sich am Himmel unter Preisdruck und hat ein riesiges Sparpaket aufgelegt. Daher bietet sie den Flugbegleitern statt der geforderten fünf Prozent nur 3,5 Prozent mehr Lohn.

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