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Tarifgespräche gescheitert: Weitere Streiks an NRW-Flughäfen möglich

München, 08.02.2013 | 11:56 | jwö

Passagiere in Nordrhein-Westfalen müssen weiterhin mit Streiks des Sicherheitspersonals an Flughäfen rechnen. Wie aus aktuellen Medienberichten hervorgeht, haben Verdi und der Bundesverband für das Sicherheitsgewerbe ihre Tarifgespräche am Donnerstag abgebrochen, ohne eine Einigung erzielen zu können. Sowohl Sprecher der Gewerkschaft als auch des Verbandes gaben an, dass es bislang keinen Termin für neue Verhandlungen gebe.

Durchleuchtungsgerät am Flughafen Düsseldorf

Schnelle Sicherheitskontrollen sichern einen normalen Flugbetrieb. Foto: Andreas Wiese, Düsseldorf International

Ein Verdi-Sprecher sagte, die Tarifkommission berate aktuell über das weitere Vorgehen. Bei den Verhandlungen sei die Gesprächsatmosphäre zwar durchaus konstruktiv gewesen - die Arbeitgeber hätten jedoch kein neues Angebot vorgelegt und seien über Denkmodelle nicht hinaus gekommen. Die Gewerkschaft will die Gespräche erst wieder aufnehmen, wenn die Unternehmer deutlich verbesserte Vorschläge unterbreiten. Eine Schlichtung schließt Verdi allerdings aus.

Die Gewerkschaft kündigte unterdessen flexible Aktionen an, die zwischen dem Sicherheitspersonal in NRW und Hamburg koordiniert werden sollen. In der Hansestadt blieben die Tarifverhandlungen bislang ebenfalls ohne Ergebnis. Wann die Mitarbeiter in beiden Bundesländern die Arbeit niederlegen wollen, ist bislang unklar.

Mitte Januar hatten zunächst die Sicherheitsleute in Hamburg für einen Tag gestreikt, Ende Januar traten auch ihre Kollegen an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn zwei Tage in Ausstand. In beiden Fällen fielen jeweils hunderte Flüge aus, zehntausende Passagiere waren betroffen. Die privaten Sicherheitsfirmen führen die Sicherheitskontrollen an den Airports im Auftrag des Bundesgrenzschutzes durch. Allerdings erhalten die Mitarbeiter in Hamburg und NRW für ihre Arbeit einen Stundenlohn von 11,80 Euro bzw. 12,36 Euro und gehören somit der untersten Lohngruppe an. Verdi fordert ein Gehaltsplus von 30 Prozent.

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