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Gewerkschaft kritisiert Lufthansa-Pläne zu Billigfluglinie

München, 20.09.2012 | 18:07 | tei

Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat die Pläne der Lufthansa für den Start einer Billigfluglinie scharf kritisiert. Medienberichten zufolge sagte der UFO-Vorsitzende Nicoley Baublies, das Vorhaben der Lufthansa sei provokativ und gieße Öl ins Feuer. Direktflüge in eine Tochterfirma auszulagern sei instinktlos und erschwere die anstehenden Tarifgespräche.

UFO: Gewerkschaft übt Kritik an Billig-Fluglinie der Lufthansa

Rund 1.200 Lufthansa-Flugbegleiter könnten in die Billiglinie ausgelagert werden. Foto: Gregor Schläger/Lufthansa

Baublies ist der Auffassung, dass der Beschluss des Airline-Vorstands im Vorfeld der anstehenden Tarifverhandlungen für Fakten sorgen soll. Wenn es die angekündigte Billigfluglinie erst einmal gebe, sei es schwerlich zu verhindern, dass die Lufthansa auch den restlichen Europaverkehr sowie die Mittel- und Langstrecken vergleichbar umstrukturiere, so Baublies weiter. Das wolle die UFO verhindern.

Am Mittwoch hatte die Lufthansa mitgeteilt, ab Januar 2013 eine neue Billigfluglinie starten zu wollen. Diese solle mit der Tochter Germanwings zusammengeführt werden und alle innerdeutschen und europäischen Flüge abdecken, die nicht die Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt am Main und München betreffen. Schätzungen der UFO zufolge werden etwa 1.200 der rund 18.000 Lufthansa-Flugbegleiter in die Billiglinie wechseln müssen. Die Gewerkschaft fürchtet, dass die Stewardessen und Stewards der neuen Linie bis zu 40 Prozent weniger verdienen werden als ihre Kollegen im Mutterkonzern.

Die Einführung einer Fluglinie im unteren Preissegment ist nach Einschätzung des Lufthansa-Managements wirtschaftlich notwendig. Grund dafür ist die harte Konkurrenz durch Billig-Airlines wie Ryanair oder Easyjet. Sie können niedrige Preise anbieten - auch weil sie ihr Personal mit deutlich geringeren Löhnen abspeisen als die Lufthansa.

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