Boardingpass: Flugtickets - Fotografieren - Selfie - Flughafen

Warum ihr niemals Fotos eurer Bordkarte posten solltet

Ihr sitzt überglücklich im Wartebereich eures Abfluggates, freut euch auf die bevorstehende Reise und postet voller Stolz euren kompletten Boardingpass bei Facebook, Instagram oder einem anderen sozialen Netzwerk? Doch Vorsicht! Das solltet ihr in Zukunft nicht mehr tun, denn jemand könnte euch mit diesem Bild allerlei Ärger bereiten! Warum, und wie ihr euch am besten vor einem Missbrauch schützen könnt, erfahrt ihr hier!

Was ist eine Bordkarte?

Gibt es Unterschiede? Gibt es die auch überall für's Handy?

Flugtickets - Boardingpass - Smartphone - Laptop

Der Boarding Pass (auch Bordkarte genannt) ist sozusagen die Eintrittskarte in ein Flugzeug – vergleichbar mit einem Fahrticket im Zug. Mit diesem könnt ihr den Sicherheitsbereich im Flughafen passieren und schließlich in die jeweilige Maschine steigen. Den Boarding Pass gibt es als klassisches Ticket, das ihr von der Airline am Flughafen erhaltet, selbstausgedruckt auf einem DIN-A4 Blatt oder als digitaler Strichcode auf dem Smartphone. 


Tickets: Wer bietet was?
Nicht jede Fluggesellschaft bietet jede Form des Tickets an. Während ihr bei großen Netzairlines (etwa Air France, British Airways, Emirates, Lufthansa usw.) meist aus allen drei Varianten wählen könnt, gibt es bei anderen Gesellschaften Einschränkungen. Billigflieger verlangen etwa für das Ticket am Flughafen saftige Gebühren und bieten andererseits häufig (noch) kein Mobile-Ticket fürs Smartphone. Prüft eure Möglichkeiten am besten vor eurer Reise bei der Airline.

Darum solltet ihr den Boarding Pass niemals posten!

Achtung, Datenklau!

Flugtickets - Boardingpass - Frauen - Selfie

Würdet ihr einem Wildfremden euer Flugticket verschenken oder eure Flug-Bonusmeilen oder Bargeld schenken? Nein? Dann postet auf keinen Fall ein Bild eures gesamten Boarding Passes. Denn sobald der Strichcode eures Tickets im Netz ist, kann es theoretisch jeder kopieren und nutzen. Neben dem Namen des Passagiers und der Airline enthält die Bordkarte folgende Informationen: 

  • Datum und Zeit des Flugs
  • IATA-Codes des Abflug- und Ankunftsflughafen
  • Beförderungsklasse
  • Flugnummer
  • Gatenummer
  • Sitzplatznummer
  • 2D-Strichcode/Barcode oder QR-Code
  • weitere Angaben

Besonders der letzte, etwas schwammig ausgedrückte Punkt, birgt großes Potenzial für Probleme. Unter anderem wird im Strichcode auf dem Ticket nämlich eure Vielfliegernummer angegeben. Zumindest, wenn ihr für eines der Loyalitäts-Programme angemeldet seid. 

Beim Prämienprogramm Miles & More der Deutschen Lufthansa etwa, wird auch die 16-stellige Kundennummer im 2D-Strichcode auf dem Borading Pass verschlüsselt. Mithilfe diverser Scan-Apps fürs Smartphone kann dieser Code ohne Weiteres ausgelesen werden, sobald ihr Ihre Bordkarte bei Instagram, Facebook und anderen sozialen Netzwerken postet oder euer Ticket nach der Landung sorglos in den Mülleimer schmeißt.

Beides solltet ihr lieber lassen, denn Datendiebe könnten genau jetzt zuschlagen und sich mit eurem Vielflieger-Kunden-Account einloggen, Guthaben und Meilen ausgeben, Sitzplätze umbuchen oder sogar Flüge stornieren.


Achtung
Viel gefährlicher ist jedoch die Tatsache, dass nach einem gehackten Zugang des Meilenkontos auch sensible Daten wie beispielsweise Adresse, Telefonnummer und das Geburtsdatum einsehbar sind. Laut dem US-amerikanischen Computerexperten Winston Krone ist damit auch das Hacken des Bankkontos kein Problem mehr.
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Vorsicht – auch nach dem Flug!

Gelandet ist nicht gelöscht

Urlauber, die glauben, die Daten auf ihrer Bordkarte werden nach dem Flug gelöscht, irren sich! Sowohl der 2D-Strichcode als auch der QR-Code sind nach erfolgreicher Landung noch aktiv. Zwar kann niemand mehr mit dem bereits verwendeten Boarding Pass fliegen, aber die Daten können immer noch abgerufen werden, erklärt Lufthansa-Sprecherin Sandra Kraft. 


Wie könnt ihr euch schützen?

Tipps und Tricks

Flugtickets - Boardingpass - Frau - Prass - Posing

Wie oben bereits beschrieben, solltet ihr eure Bordkarte auf keinen Fall einfach abfotografieren und in ein soziales Netzwerk posten. Wollt ihr Freunde und Verwandte doch mit Bildern eurer Reise ein wenig neidisch machen, sorgt dafür, dass der Strichcode eures Tickets nicht zu sehen ist. Steckt es etwa in euren Pass, sodass die wichtigsten Angaben verdeckt sind.

Zudem empfehlen wir euch auch, das Flugticket nicht in einem öffentlichen Mülleimer zu entsorgen. Nehmt euren Boarding Pass am besten mit und schreddert ihn zu Hause oder klebt diesen zur Erinnerung in ein Fotoalbum. 

Wer seine Bordkarte doch versehentlich weggeworfen hat, sollte sein Vielflieger-Kunden-Account:

  • Mit einem sicheren Passwort schützen (ein Mix aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen, ggf. Sonderzeichen).
  • Die Sicherheitsfrage so wählen, dass kein Fremder diese beantworten kann.

Hinweis
Generell solltet ihr aufpassen und eure Urlaubspläne nicht via Facebook veröffentlichen. Schon häufig wurden ganze Häuser leer geräumt, weil windige Freundesfreunde durch Posts in sozialen Netzwerken darauf aufmerksam gemacht worden sind, dass Reisende nicht zu Hause sind. Überlegt euch also gut, was ihr im Internet von euch preisgeben wollt oder solltet, und was lieber nicht.

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Wer schreibt hier?

Maria Jahns_Quadrat
Maria Jahns

Als Mitglied unserer Online-Redaktion im Reisebereich von CHECK24 schreibe ich neben Nachrichten auch Newsletter, Blogbeiträge sowie diverse andere Texte rund um die Themen Flug, Urlaub, Mietwagen und Hotel. Da ich selbst gern ferne Länder bereise, kann ich Hobby mit Beruf verbinden und beim Schreiben persönliche Erfahrungen mit einfließen lassen. Ich möchte mit meinen Artikeln Leser inspirieren und zum Reisen animieren. Schließlich hat es bei mir auch geklappt, trotz Flugangst bin ich liebend gern unterwegs.