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Ätna-Ausbruch stört Flugbetrieb in Catania

München, 20.07.2021 | 15:10 | soe

Auf Sizilien brennt die Luft: Am frühen Morgen des 20. Juli ist der Vulkan Ätna erneut ausgebrochen. Wie der Flughafen Catania auf seinem Twitter-Account mitteilt, wurde daraufhin ein Teil des Luftraums geschlossen und die Zahl der Verbindungen beschränkt. Reisende müssen noch bis morgen mit Einschränkungen des Flugbetriebs in Sizilien rechnen.

Ätna Vulkan Ausbruch Durch einen Ausbruch des Ätna ist der Flugverkehr in Catania derzeit eingeschränkt.
Bereits in den letzten Wochen zeigte der Ätna wieder verstärkte Aktivität, welche jedoch keine Auswirkungen auf den Flugverkehr hatte. Der jüngste Ausbruch am Dienstagmorgen ging allerdings mit hohen Lavafontänen und starken Rauchschwaden einher. Infolgedessen wurde der Luftraum rund um den Vulkan gesperrt, da Ascheteilchen die Sicht der Piloten beeinträchtigen könnten. Am Flughafen Catania führt dies zu Verzögerungen: Nur noch vier Ankünfte pro Stunde sind derzeit erlaubt. Dadurch kommt es zu Wartezeiten und Verspätungen sowohl bei abfliegenden, als auch bei ankommenden Maschinen. Wie das Nachrichtenportal Garda berichtet, können die Unterbrechungen noch bis zum Morgen des 21. Juli andauern.
 
Keine Gefahr für Bevölkerung
 
Von offizieller Stelle wurde für die Menschen vor Ort jedoch Entwarnung gegeben, sie befinden sich durch den Vulkanausbruch nicht in Gefahr. Beeinträchtigungen kann es in unmittelbarer Umgebung, darunter auch in der Stadt Catania, durch abregnende Asche geben. Autofahrer sollten sich auf die Möglichkeit einer eingeschränkten Sicht und sich verschlechternder Straßenverhältnisse einstellen. Folgen weitere Eruptionen des Ätna, werden diese möglicherweise von leichten seismischen Aktivitäten begleitet. Es wird empfohlen, sich dem Vulkan nicht zu nähern und den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten.
 
Mehrere Ausbrüche seit Jahresbeginn
 
Der Ätna ist mit rund 3.323 Metern der höchste aktive Vulkan Europas; durch die sich im Zuge der Ausbrüche stetig verändernde Struktur des Kraters ist die Angabe seiner genauen Höhe jedoch schwierig. Er gilt als ständig aktiv, dabei variieren die Ausbrüche in ihrer Stärke. Bereits Anfang 2021 kam es im Januar und Februar zu mehreren Eruptionen mit Lavaströmen und massiven Aschewolken, die mehrere Kilometer in die Höhe stiegen. Im Februar 2021 führte ein starker Ausbruch zur vollständigen Schließung des Flughafens Catania-Fontanarossa, die sich über mehrere Tage erstreckte.

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