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Deutschland: So wirkt sich das Coronavirus auf den Flugbetrieb aus

München, 11.11.2020 | 11:35 | soe

Durch die Corona-Pandemie befindet sich der Flugverkehr weltweit in einer Ausnahmesituation. Die europäische Luftsicherungsbehörde Eurocontrol hat nun in einer Erhebung die Auswirkungen auf den Flugbetrieb der einzelnen Mitgliedstaaten ermittelt. Die Konsequenzen für die deutsche Luftfahrt sind rund 152 Millionen Passagiere weniger und eine Million ausgefallene Flüge, aber auch ein stabiler Frachtverkehr.

Flugzeug-Landeanflug-Abend In Deutschland fielen seit Beginn der Corona-Pandemie fast eine Million Flüge aus.
Die Daten der Eurocontrol-Analyse zeigen einen Rückgang des Flugbetriebs um 65 Prozent seit März 2020 im Vergleich zum Vorjahr. Etwa 980.000 Flugverbindungen fielen im Zuge der Corona-Pandemie aus. Der Passagierverkehr in Deutschland verzeichnete sogar eine noch drastischere Talfahrt mit rund 83 Prozent weniger Fluggästen. Im europäischen Vergleich platziert sich Deutschland damit im Ranking des am stärksten gesunkenen Verkehrsaufkommens auf Platz zwei nach dem Vereinigten Königreich.
 
Stabil konnte sich jedoch der Frachtverkehr halten: Mit DHL Express ist Anfang November 2020 sogar eine reine Frachtfluglinie mit 115 wöchentlichen Flügen die zweitaktivste Airline Deutschlands nach der Lufthansa. Das zeigt sich auch an der Auslastung der Flughäfen. So verzeichnet der Airport Leipzig/Halle, an dem ein besonders hoher Anteil Luftfracht abgewickelt wird, nur einen Rückgang von 13 Prozent der täglichen Flugbewegungen. Deutschlands wichtigstes Drehkreuz bleibt nach wie vor der Flughafen Frankfurt am Main, sogar mit einem Aktivitätsrückgang von 62 Prozent.

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