Brussels Airlines streikt jeden Sonntag

Ab dem 26. Februar wollen die Pilotinnen und Piloten von Brussels Airlines landesweit jeden Sonntag streiken. Geplant ist eine Dauer von einem Monat bis zum 26. März. Noch besteht die Hoffnung, dass der Streik abgewendet werden kann. Hintergrund der Arbeitsniederlegung ist eine Zusatzvergütung für die Cockpitcrew, die aufgrund der Inflation nicht mehr angemessen sei.
Update vom 27.02.2023, 08:54 Uhr

Der Streik ist abgewendet. Am Freitagnachmittag einigten sich Gewerkschaft und Unternehmensleitung auf eine Lösung. Der Arbeitgeber wird den Pilotinnen und Piloten künftig einen höheren Ausgleich für den inflationsbedingten Kaufkraftverlust bieten. Durch die erzielte Einigung fallen keine Flüge aus.

Die Gewerkschaft der Pilotinnen und Piloten von Brussels Airlines ruft zu einem einmonatigen Streik auf. Vom 26. Februar bis zum 26. März soll jeden Sonntag gestreikt werden. Am vergangenen Montag ist eine Frist für eine Einigung abgelaufen. Es bleibt abzuwarten, ob der Arbeitgeber bis zum ersten Streiksonntag doch noch das Angebot des Flugpersonals annimmt. Wenn weiterhin keine Einigung zustande kommt, ist mit Einschränkungen im Flugverkehr zu rechnen. Reisende, deren Flüge streikbedingt ausfallen oder sich verspäten, sollten sich mit ihrer Fluglinie oder ihrem Reiseveranstalter in Verbindung setzen.
 
Cafeteria-Plan löst Streik aus
 
Pilotinnen und Piloten von Brussels Airlines können sich 30 Prozent ihres Gehalts in Form einer Zusatzvergütung auszahlen lassen. Sie stellen sich dafür ein Paket aus Leistungen wie einer erweiterten Rentenversicherung, einem Smartphone oder Zusatzurlaub zusammen. Dieser Plan wurde 2020 ausgehandelt. Die Belegschaft behauptet jedoch, dass der so genannte Cafeteria-Plan nicht an die Inflation angepasst sei. Nachdem der Arbeitgeber eine Erhöhung abgelehnt hat, droht nun ein Streik.
 
Streik trifft auch deutsche Ziele
 
Die belgische Lufthansa-Tochter Brussels Airlines fliegt viele europäische Flughäfen an. Zu den deutschen Zielen gehören unter anderem Berlin, Frankfurt, Hamburg und München. Von Belgien aus fliegen die insgesamt 41 Maschinen auch nach Afrika und Asien. Die landesweiten Streiks betreffen alle Flüge der Airline an Sonntagen bis zum 26. März.