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Easyjet: Streik in Spanien im Juli

München, 22.06.2022 | 08:58 | soe

Ferienflieger Easyjet droht ein Streik des Kabinenpersonals in Spanien. An drei Wochenenden im Juli wollen die Beschäftigten die Arbeit niederlegen, damit sind Verspätungen und Flugausfälle für viele Urlauber und Urlauberinnen zu befürchten. Die Crewmitglieder fordern eine erhebliche Gehaltserhöhung.

Airbus von Easyjet Das Kabinenpersonal von Easyjet in Spanien will im Juli an drei Wochenenden streiken. © Easyjet
Beginnen soll der Streik am 1. Juliwochenende vom 1. bis zum 3. des Monats. Weitere Termine sind vom 15. bis 17. Juli und vom 29. bis 31. Juli anberaumt. Damit trifft der Ausstand die Airline mitten in der Ferienreisezeit. Aufgerufen hat zum Arbeitskampf die spanische Gewerkschaft USO, welche die neuntägige Maßnahme am Dienstag ankündigte. Easyjet beschäftigt in Spanien rund 450 Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen, die an den Standorten Barcelona, Málaga und Palma de Mallorca stationiert sind.
 
Unannehmlichkeiten für Reisende
 
Touristen und Touristinnen, die an den genannten Daten mit Easyjet von oder nach Spanien fliegen möchten, müssen sich auf Einschränkungen einstellen. Durch den Streik sind Verspätungen und Flugausfälle sehr wahrscheinlich, betroffen sind auch Verbindungen zwischen Deutschland und der beliebten Urlaubsinsel Mallorca. Es ist ratsam, sich vorab über den Status des gebuchten Fluges auf dem Laufenden zu halten. Aus organisatorischen Gründen kann es auch vor und nach den genannten Streikzeiten zu Verzögerungen kommen.
 
Bessere Bezahlung gefordert
 
Als Grund für den Protest nennt die Gewerkschaft die im europäischen Vergleich unterdurchschnittliche Bezahlung der spanischen Easyjet-Crews. Diese bekämen als Grundgehalt nur 950 Euro im Monat, während dieses bei den in Deutschland oder Frankreich ansässigen Kollegen bei 1.800 Euro liege. Da die spanischen Basen zudem in sehr teuren Städten liegen, falle es den Beschäftigten schwer, ihre Lebenshaltungskosten zu decken. Die Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen fordern deshalb eine Lohnerhöhung von mindestens 40 Prozent.

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