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Eurowings schließt Standorte und Langstrecke

München, 24.06.2019 | 14:31 | lvo

Die Lufthansa-Tochter Eurowings wird komplett umstrukturiert. Wie das Branchenmagazin Aerotelegraph am Montag berichtet, sollen Basen der verlustreichen Billigairline geschlossen sowie die Langstreckenverbindungen abgegeben werden. Von dem massiven Umbau erhoffen sich die Betreiber, den Lowcoster wieder auf Gewinnkurs zu bringen.

Lufthansa Boeing 747 Start Eurowings Airbus A320 Düsseldorf Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings steht eine Umstrukturierung an. © Lufthansa
Zuletzt sollte Eurowings mit zahlreichen Zielen in der Karibik, den USA, Afrika und dem Indischen Ozean als Ferienflieger punkten. Nun zieht sich die deutsche Fluggesellschaft aus dem Langstreckengeschäft zurück. Die Langstrecke liege künftig in der Verantwortung der Netzwerkorganisation der Lufthansa Group, heißt es. Bei Eurowings selbst wolle man sich hingegen auf Nonstop-Kurzstrecken fokussieren.

Zudem will der Lufthansa-Ableger an den Kernmärkten wachsen. Dies soll unter anderem an den Basen Düsseldorf, Stuttgart, Köln/Bonn und Hamburg durch mehr Produktivität oder mehr stationierte Flugzeuge geschehen. Kleine, unprofitablere Standorte sollen hingegen geschlossen werden. Welche Flughäfen das genau betreffen wird, ist bislang unklar. Eurowings ist an neun weiteren Standorten ansässig. Als weiteren Schritt plant die Airline eine Vereinheitlichung der Flotte. Künftig sollen nur noch Maschinen der Airbus-A320-Familie mit dem Logo der Lufthansa-Tochter abheben. Die geplante Integration der Schwester-Airline Brussels in Eurowings wird außerdem nicht stattfinden. Stattdessen plane man eine engere Anbindung der Belgier an die Netzwerk-Airlines Lufthansa, Austrian und Swiss.

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