Finnair Pilotenstreik: Überstundenverbot auch noch 2025

Ein Pilotenstreik bei der finnischen Fluggesellschaft Finnair sorgt für umfangreiche Flugausfälle in der Vorweihnachtszeit. Insgesamt werden etwa 300 Verbindungen am 9. und 13. Dezember gestrichen, wodurch rund 33.000 Reisende ihre Pläne ändern müssen. Betroffen sind unter anderem Flüge zwischen Helsinki und deutschen sowie anderen europäischen Städten. Finnair bietet Alternativen an, warnt jedoch vor Einschränkungen bei der Verfügbarkeit.
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Finnair streicht aufgrund eines Pilotenstreiks 300 Flüge im Dezember.

Update vom 4. Februar 2025, 10:22 Uhr
 
Da sich die Gewerkschaft und die Fluggesellschaft nicht einigen konnten, setzen die Pilotinnen und Piloten von Finnair das Überstundenverbot fort. Reisende sollten beachten, dass dies zu Flugausfällen und Verspätungen führt. Laut Loyalty Lobby fallen täglich zwischen fünf und 15 Flüge aus. Auch kurzfristige Annullierungen seien nicht auszuschließen. Wann es zu einer Einigung kommt und Finnair den regulären Flugbetrieb wieder aufnimmt, ist noch unklar.

Update vom 20. Dezember, 14:10 Uhr

Die finnische Pilotengewerkschaft SLL hat einen Schlichterspruch abgelehnt. Damit stehen Finnair weiterhin weder Standby-Personal noch Überstundenkapazitäten zur Verfügung. Durch zwei Streiktage am 9. und 13. Dezember mussten bereits 290 Flüge der finnischen Airline gestrichen werden, nun sind weitere Annullierungen nicht auszuschließen. Durch den Wegfall der Standby-Crews können beispielsweise Krankheitsausfälle nicht kompensiert werden, Reisende müssen sich also auf kurzfristige Flugausfälle einstellen.

Update vom 11. Dezember, 14:24 Uhr

Medienberichten zufolge verhängt die finnische Pilotenvereinigung SLL am Donnerstag, den 12. Dezember, ein Bereitschaftsverbot für Finnair-Pilotinnen und -Piloten. Das bedeutet, dass kein Ersatz zur Verfügung steht, wenn ein Pilot oder eine Pilotin krankheitsbedingt ausfällt. Daher ist bereits vor dem nächsten Streiktag am Freitag mit leichten Einschränkungen zu rechnen.

Originalmeldung vom 25. November, 13:49 Uhr

Am 9. und 13. Dezember werden aufgrund eines Pilotenstreiks etwa 300 Flüge bei Finnair gestrichen. Es fallen unter anderem Verbindungen von Helsinki nach München, Hamburg, Frankfurt und Berlin sowie zu Städten wie Wien, Zürich und Genf aus. Insgesamt sind etwa 33.000 Reisende von den Streichungen betroffen.

Welche Alternativen gibt es für Betroffene?

Finnair informiert betroffene Kundinnen und Kunden direkt über die Flugstreichungen und bietet alternative Reisemöglichkeiten an. Aufgrund der hohen Anzahl an Ausfällen kann jedoch nicht in allen Fällen eine Lösung nahe am ursprünglichen Reiseplan bereitgestellt werden. In diesen Situationen können Betroffene eine Rückerstattung ihres Ticketpreises beantragen und neue Flüge buchen.

Reaktion der Airline auf die Streiks

Finnair zeigt sich besorgt über die Auswirkungen des Streiks auf ihre Passagierinnen und Passagiere. Laut COO Jaakko Schildt entschuldigt sich die Fluggesellschaft ausdrücklich für die Unannehmlichkeiten und betont, dass alle verfügbaren Ressourcen eingesetzt werden, um die Situation für Betroffene zu entschärfen.