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Flughafen Frankfurt: Streik am 29. Oktober

München, 29.10.2021 | 08:35 | soe

Am Flughafen Frankfurt findet heute ein Warnstreik des Bodenpersonals statt. Bereits seit 7 Uhr und noch bis 22:30 Uhr sind die rund 600 Mitarbeiter des Dienstleisters Wisag dazu aufgerufen, ihre Arbeit ruhen zu lassen. Am Frankfurter Airport arbeiten noch weitere Bodenabfertigungsanbieter, durch den Streik kann es dennoch zu Störungen im Flugverkehr kommen.

Sommerflugplan 2017 Anzeigetafel Frankfurt Am Flughafen Frankfurt kommt es am 29. Oktober zu Einschränkungen durch einen Warnstreik.
Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi, welche den heutigen Streik initiiert hat, müssen Passagiere mit Verzögerungen bei der Gepäckausgabe und den Fluggastservices rechnen, auch die Frachtabfertigung soll betroffen sein. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, deckt Wisag etwa 15 Prozent der Bodendienstleistungen in Frankfurt ab. Die Arbeit der übrigen Unternehmen des Sektors läuft weiter; welche Folgen der Ausfall des Wisag-Anteils konkret haben wird, ist jedoch noch nicht absehbar. Der Hanauer Anzeiger meldet am Freitagmorgen in seiner Online-Ausgabe, dass eine halbe Stunde nach Streikbeginn rund 50 bis 60 Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt hätten.
 
Rat an Reisende
 
Wer am 29. Oktober ab, nach oder über den Flughafen Frankfurt reisen möchte, sollte in jedem Fall einen zusätzlichen Zeitpuffer einplanen und rechtzeitig zum Airport anreisen. Vorab ist es ratsam, den Status der gebuchten Verbindung zu überprüfen. Obwohl das bestreikte Unternehmen angekündigt hat, Ersatzpersonal einzusetzen, sind erhebliche Flugverspätungen und auch Verbindungsausfälle nicht auszuschließen. Die betroffenen Airlines und der Flughafen selbst wurden seitens Wisag über die anstehenden Einschränkungen informiert.
 
Hintergrund des Streiks
 
Grund für den kurzfristig anberaumten Streik sind die stockenden Verhandlungen um neue Mantel- und Haustarifverträge. Die Gewerkschaftsvertreter werfen der Arbeitgeberseite nach bislang drei Verhandlungsrunden eine Blockadehaltung vor. Verdi fordert für die Mitarbeiter eine Corona-Prämie über 1.500 Euro sowie weitere Lohnerhöhungen. Wisag bezeichnete die Streikaktion als unverhältnismäßig und rief die Gewerkschaft dazu auf, die Maßnahme einzustellen.

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