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Flughafen Köln Bonn: Streik verursacht Flugausfälle am 28. Februar

München, 28.02.2022 | 08:35 | soe

Am Flughafen Köln/Bonn kommt es am heutigen Montag erneut zu einem ganztägigen Warnstreik. Die Beschäftigten der Luftsicherheit haben um 0 Uhr ihre Arbeit niedergelegt, der Ausstand soll bis Mitternacht andauern. Im Gegensatz zu dem in der letzten Woche durchgeführten Streik sind heute jedoch die Passagier-Kontrollstellen betroffen, wodurch es zu starken Verzögerungen und zahlreichen Flugausfällen kommt.

Flughafen Gepäck Sicherheitskontrolle Am Flughafen Köln/Bonn werden heute die Passagier-Kontrollstellen bestreikt, mindestens 56 Flüge fallen aus.
Verantwortlich zeichnet auch für den heutigen Streik die Gewerkschaft Verdi, welche ihre Mitglieder zu dem 24-stündigen Ausstand aufgerufen hatte. Der Flugverkehr am Airport Köln/Bonn wird dadurch erheblich beeinträchtigt. Betroffene Reisende werden seitens des Flughafens gebeten, sich frühzeitig nach dem Status ihrer Verbindung zu erkundigen und nach Möglichkeit ihr Handgepäck auf das Notwendigste zu reduzieren, um dessen Kontrolle zu beschleunigen. Erst am vergangenen Mittwoch hatte das Luftsicherheitspersonal in Köln/Bonn gestreikt, damals beteiligten sich jedoch nur die Beschäftigten an den Personal- und Warenkontrollstellen. Durch die heute betroffenen Passagierkontrollen fallen die Auswirkungen wesentlich drastischer aus als in der Vorwoche.
 
Mindestens 56 Flüge fallen aus
 
Mit Stand zum Montagmorgen wurden für den heutigen Tag bereits mindestens 56 Flüge gestrichen. Insgesamt waren nach Informationen des Luftfahrtnachrichtenportals Aero ursprünglich 126 Starts und Landungen angesetzt, rund 13.000 Passagiere und Passagierinnen wollten heute den Flughafen Köln/Bonn nutzen. Unter den bislang stornierten Verbindungen sind 17 Ankünfte und 39 Abflüge. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Laufe des Tages noch weitere Flüge entfallen.
 
Bereits drei Streiks in Vorwoche
 
In der letzten Woche fanden neben dem ersten Warnstreik am Airport Köln/Bonn auch an den Flughäfen Frankfurt am Main und Düsseldorf Arbeitsausstände statt, zu denen Verdi aufgerufen hatte. Die Dienstleistungsgewerkschaft will damit ihren Forderungen in den laufenden Tarifgesprächen Nachdruck verleihen. Während sich die Auswirkungen in Frankfurt durch die betroffene Frachtkontrolle und Flugzeugbewachung in Grenzen hielten, wurden in Düsseldorf am Freitag ebenfalls die Passagierkontrollen bestreikt. In der Folge fielen 160 Flüge aus.

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