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Flybe startet nach Insolvenz neu

München, 23.03.2022 | 11:37 | soe

Die britische Regionalfluggesellschaft Flybe wagt rund zwei Jahre nach ihrer Insolvenz einen Neustart. Ab dem 13. April will die Airline unter gleichem Namen wieder abheben, zu Beginn sind zwei Basen in Belfast und Birmingham geplant. Im Flugplan stehen zunächst 23 Ziele in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden.

Flybe Embraer E175 Flybe wagt zwei Jahre nach der Insolvenz ab Mitte April 2022 einen Neustart. © Flybe
Deutsche Airports bedient Flybe vorerst nicht wieder. Zum Zeitpunkt der Pleite im März 2020 hatte die Airline die Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Hannover und Stuttgart mit britischen Zielen verbunden. Der Neustart erfolgt unter der im April 2021 neugegründeten Flybe Ltd. mit einer Flotte von vorerst zwölf De Havilland Canada Dash 8-400, die künftig auf bis zu 32 Maschinen anwachsen soll. Als erste Route steht ab dem 14. April eine Verbindung zwischen Belfast und Glasgow auf der Agenda, zwei Wochen später kommen beispielsweise die Strecken Amsterdam – Birmingham, Amsterdam – East Midlands und Belfast – London hinzu. Der Ticketverkauf hat ab sofort begonnen.
 
Insolvenz 2020 wegen wirtschaftlicher Probleme
 
Vor zwei Jahren lagen die Gründe des Scheiterns in Finanzierungsschwierigkeiten. Die Airline war bereits wirtschaftlich angeschlagen, als die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Tourismus ihre Lage weiter verschlimmerten. Seit Januar 2020 spitzte sich die Situation zu, Verhandlungen der Eigner mit der britischen Regierung über einen Notkredit blieben erfolglos. Zum 5. März musste die Fluggesellschaft den Betrieb schließlich einstellen, alle Flüge wurden mit sofortiger Wirkung gestrichen. Im April 2021 folgte die Ankündigung des künftigen Neustarts von Flybe.
 
Freie Einreise nach Großbritannien
 
Zwar wird die Airline vorerst noch nicht in Deutschland aktiv, Urlauber und Urlauberinnen in Großbritannien haben jedoch die Wahl aus zahlreichen Inlandsverbindungen. Seit dem 18. März ist das Vereinigte Königreich wieder ohne Auflagen bereisbar, ausländische Besucher und Besucherinnen müssen weder Impf- noch Testnachweise erbringen. Auch das Ausfüllen eines Einreiseformulars ist nicht länger nötig. 

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