Flughafen Frankfurt: Streik bei Bussen und Bahnen behindert Anreise

Reisende, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen Frankfurt fahren wollen, sollten in dieser Woche mehr Zeit einplanen. Wie der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) auf seiner Website mitteilt, sind die Mitglieder des Landesverbands hessischer Omnibusbetreiber (LHO) seit Montag in den Ausstand getreten. Dadurch kommt es auch zu Verzögerungen und Ausfällen im Busverkehr von und zum Flughafen Frankfurt.
Die Betreibergesellschaft Fraport rät Flugreisenden daher, sich frühzeitig über die Auswirkungen des Streiks zu informieren, ausreichend Zeit für die Anreise einzuplanen und gegebenenfalls alternative Verkehrsmittel zu wählen. Am Mittwoch soll der Arbeitskampf jedoch noch ausgeweitet werden. Laut RMV bleiben in Hanau mehr Busse in den Depots als an den ersten beiden Streiktagen, zudem will sich auch die Straßenbahn in Darmstadt am Ausstand beteiligen. Der Verkehrsverbund rät Personen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, sich möglichst kurzfristig vorab auf der RMV-Website über die aktuellen Auswirkungen des Streiks zu informieren.

Mit der Arbeitsniederlegung folgen die Bus- und Straßenbahnfahrer einem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi, nachdem Verhandlungen mit dem Landesverband hessischer Omnibusunternehmer (LHO) gescheitert sind. Verdi fordert eine stufenweise Erhöhung des Lohns um 1,50 Euro auf 13,50 Euro pro Stunde und eine Laufzeit des Tarifvertrags bis Juni 2018. Die Arbeitgeberseite hat hingegen einen Lohn von 12,65 Euro in Aussicht gestellt, bei einer Laufzeit bis Ende 2018. Der Streik trifft Hessen und Frankfurt zur Unzeit. Zum einen hat am Montag in dem Bundesland die Schule wieder begonnen, zum anderen kommt es am Flughafen Frankfurt aktuell wegen des winterlichen Wetters zusätzlich zu Verspätungen und Annullierungen. Durch anhaltende Schnefälle sind die Räumdienste am Airport überlastet.