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Frankreich erhebt Ökosteuer auf Flugtickets

München, 11.07.2019 | 09:00 | soe

Flugpassagiere, die ihre Reise von einem französischen Airport beginnen, müssen künftig mit höheren Ticketpreisen rechnen. Wie die Regierung Frankreichs ankündigte, soll ab dem Jahr 2020 eine Ökosteuer auf alle Flugverbindungen aufgeschlagen werden, die in dem Land starten. Mit den zusätzlichen Einnahmen werden nach Plan Investitionen in alternative Reisemethoden, wie zum Beispiel das Schienennetz der französischen Bahn, finanziert.

Flugzeug-Landeanflug-Abend Für Flüge, die in Frankreich starten, wird ab 2020 eine Ökosteuer auf die Tickets aufgeschlagen.
Bei Inlandsflügen sowie Routen innerhalb Europas sollen Passagiere der Economy-Class in Zukunft 1,50 Euro Ökozuschlag zahlen, in der Business-Class werden sogar neun Euro fällig. Liegt das Flugziel außerhalb Europas, werden drei Euro für Economy-Tickets und 18 Euro für Business-Class-Plätze berechnet. Von der Zusatzabgabe ausgenommen sind laut französischem Verkehrsministerium alle Anschlussflüge und Verbindungen auf die Insel Korsika sowie in die französischen Überseegebiete.
 
Der Bundesverband der Deutschen Luftfahrt (BDL) sowie die französische Fluggesellschaft Air France äußerten indes Kritik an dem Vorgehen. In den Augen des BDL seien nationale Alleingänge nicht zielführend für eine umweltfreundlichere Luftfahrt, die Airline hingegen kritisiert die Verwendung der Gelder. Diese würden laut einem Sprecher von Air France eher für die Übergangsphase der Luftfahrtindustrie benötigt, um beispielsweise nachhaltige Treibstoffalternativen zu entwickeln.

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