Frankreich: Pilotenstreik am 14. November

Am Donnerstag, den 14. November, planen französische Linienpilotinnen und -piloten einen landesweiten Streik, der besonders den Flugverkehr von und nach Frankreich beeinträchtigen wird. Grund ist der Protest gegen die geplante Verdreifachung der Ticketsteuer durch die französische Regierung. Vor allem Reisende, die an diesem Tag Flüge mit französischen Airlines gebucht haben, müssen mit Störungen und Verzögerungen rechnen.
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Am 14. November drohen im französischen Flugverkehr Einschränkungen durch einen Pilotenstreik.
Der Streikaufruf richtet sich gegen französische Fluggesellschaften, darunter auch die nationale Fluggesellschaft Air France. Reisende sollten sich bei ihrer Airline über mögliche Verspätungen und Flugausfälle informieren, da die tatsächlichen Auswirkungen des Streiks schwer vorherzusehen sind. Die tatsächliche Streikbeteiligung unter den Cockpit-Beschäftigten ist derzeit noch unklar. Einige Air-France-Mitarbeitenden äußerten intern Bedenken über die Aktion, da sie den finanziellen Druck auf die Fluggesellschaft weiter erhöhen könnte.

Warum kommt es zum Streik?

Die Gewerkschaft SNLP reagiert mit dem Streik auf die geplante Steuererhöhung auf Flugtickets, welche die Regierung zur Deckung des nationalen Haushaltsdefizits beschlossen hat. Geplant ist eine drastische Erhöhung der Ticketsteuer auf etwa das Dreifache des aktuellen Betrages, was nach Ansicht der Gewerkschaft eine große Belastung für die Airlines und damit auch für die Fluggäste darstellt. Das Vorhaben ist Teil eines Finanzierungsprogramms, mit dem die Regierung eine Milliarde Euro einnehmen möchte. Derzeit zahlen Käuferinnen und Käufer eines Economy-Tickets ab Frankreich für innereuropäische Flüge 2,63 Euro, künftig sollen es 9,50 Euro sein. Für Business-Class-Flüge auf der Langstrecke ist sogar eine Verteuerung von 63,07 auf 120 Euro vorgesehen.

Wie sollten sich Reisende verhalten?

Reisende mit Flügen am 14. November nach, ab oder innerhalb Frankreichs wird empfohlen, regelmäßig ihren Flugstatus zu überprüfen und genügend Zeit für den Check-in einzuplanen. In vielen Fällen bieten Airlines auch Umbuchungs- oder Stornierungsmöglichkeiten an. Bei Flugstreichungen oder erheblichen Verspätungen stehen betroffenen Reisenden laut EU-Fluggastrechten Entschädigungsansprüche zu, die sie bei den jeweiligen Fluggesellschaften geltend machen können.