Iberia lockert Bedingungen für Umbuchungen aufgrund möglicher Streiks

Iberia hat auf die Streikdrohung ihrer Mitarbeiter reagiert und die Bedingungen für Umbuchungen gelockert. Wie Spaniens größte Airline am Montag mitteilte, gilt die Erleichterung bislang nur für die erste Welle der angekündigten Ausstände - insgesamt sind drei Streikphasen geplant. Passagiere können ihre Tickets für Flüge vom 18. bis 22. Februar gratis umbuchen oder sich den Preis erstatten lassen – noch bevor feststeht, welche Verbindungen ausfallen und welche planmäßig durchgeführt werden können. Zudem will Iberia betroffene Kunden über Flugausfälle informieren, sobald diese feststehen und ihnen Alternativen für die Reise vorschlagen.
Vergangene Woche hatten die Gewerkschaften das Bodenpersonal und die Flugbegleiter in Spanien aufgefordert, an insgesamt 15 Tagen zu streiken. Die Angestellten planen, in drei Wellen jeweils ganztägig in den Ausstand zu treten: vom 18. bis 22. Februar, vom 4. bis 8. März und vom 18. bis 22. März. Die Streiks werden den Flugverkehr in Spanien voraussichtlich erheblich beeinträchtigen. Außerdem wird sich der Arbeitskampf auch auf Airlines auswirken, die Verträge mit Iberia über die Wartung und Abfertigung der Flugzeuge an den Airports geschlossen haben. Zu ihnen zählt unter anderen auch die Lufthansa.

Iberia empfiehlt ihren Passagieren, den telefonischen Kundenservice zu nutzen, um ihre Tickets umzubuchen. Deutsche Fluggäste erreichen die Airline täglich von 9 bis 20 Uhr zum Festnetztarif unter 069 - 500 738 74. Diejenigen, die ihre Flüge in einem Reisebüro gebucht haben, sollten sich für Änderungen mit der jeweiligen Agentur in Verbindung setzten.

In der Zwischenzeit teilte Iberia am Dienstag mit, den scharfen Sanierungsplan abschwächen zu wollen. Die Airline will nun 3.807 von insgesamt rund 20.000 Arbeitsplätzen streichen. Ursprünglich hatte die mit British Airways in der IAG zusammengeschlossene Fluggesellschaft den Abbau von 4.500 Stellen ins Auge gefasst. Eine offizielle Reaktion der Gewerkschaften auf die geänderten Pläne steht bislang aus.