Sie sind hier:

Coronavirus in Italien: Lufthansa Gruppe ermöglicht kostenlose Umbuchung

München, 26.02.2020 | 10:28 | lvo

Mehrere Airlines, darunter Lufthansa und das Tochterunternehmen Eurowings, reagieren auf die Ausbreitung der durch Coronaviren übertragenen Atemwegserkrankung Covid-19 in Italien. Demnach haben Passagiere mit einem gebuchten Flug in die betroffene Region die Möglichkeit zur kostenlosen Umbuchung. Italien wird jedoch weiterhin unverändert angesteuert, auch eine Reisewarnung hat das Auswärtige Amt nicht ausgesprochen.

Lufthansa Airbus A321 Internet Antenne Die Lufthansa Gruppe ermöglicht kostenlose Umbuchungen nach Norditalien. © Lufthansa Group
Aus Kulanz bieten Eurowings und die Lufthansa ihren Kunden die Möglichkeit, gebuchte Flüge mit den Zielen Bologna, Mailand, Turin, Venedig und Verona bis einschließlich 2. März kostenlos umzubuchen. Hierbei gilt ein Reisezeitraum bis 31. März 2020. Die Airlines befinden sich in ständigem Kontakt mit den zuständigen Gesundheitsbehörden und beobachten die Situation sehr aufmerksam, wie es auf der Website von Eurowings heißt. Delta Air Lines hat ebenfalls die Umbuchungsgebühren angepasst. Das gilt neben Italien-Flügen auch für Routen nach Südkorea, wo es ebenfalls derzeit verstärkt zum Auftreten von Covid-19 kommt. Air Bulgaria hingegen fliegt Norditalien aktuell nicht mehr an. Der Flugstopp gilt voraussichtlich bis zum 27. März.

Nachdem sich in den norditalienischen Regionen Lombardei und Venetien die durch das aus China stammende Coronavirus ausgelöste Atemwegserkrankung Covid-19 ausgebreitet hatte, hat das Land eine Notfallverordnung verabschiedet. Einige Gemeinden im Norden des Landes sind seitdem eine Zona Rossa (Rote Zone), es besteht ein Ein- sowie Ausreiseverbot. Zahlreiche Großveranstaltungen sind abgesagt worden, Schulen und Universitäten bleiben in mehreren italienischen Regionen in den nächsten Tagen geschlossen. Das Auswärtige Amt rät nicht von Reisen nach Italien ab, Urlauber können sich jedoch gegebenenfalls vorab bei der für sie zuständigen italienischen Auslandsvertretung erkundigen. Vor Ort sollten die Hinweise lokaler Behörden befolgt werden.

Weitere Nachrichten über Flug