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Italien: Streik im Flugverkehr am 17. Juli

München, 12.07.2022 | 11:33 | soe

In Italien droht am 17. Juli ein weiterer Flugstreik. Zum einen wollen die Fluglotsen und -lotsinnen sowie das Bodenpersonal an mehreren Standorten für vier Stunden die Arbeit niederlegen, zum anderen treten die Pilotinnen und Piloten sowie das Kabinenpersonal von Ryanair landesweit in den Ausstand. Es ist bereits der vierte Streik im italienischen Flugsektor binnen weniger Wochen.

Streik Anzeigetafel Cancelled In Italien kommt es am 17. Juli landesweit zu Einschränkungen durch einen Flugstreik.
Zwischen 14 und 18 Uhr ist der Streik der gewerkschaftlich organisierten Fluglotsen und Fluglotsinnen angesetzt. Beteiligen will sich das Personal in den Kontrollzentren Mailand, Rom, Brindisi und Padua sowie an den Flughäfen Bologna, Lamezia Terme, Neapel, Perugia, Pescara, Brindisi, Ciampino und Turin Caselle. Da nach italienischem Streikgesetz ein Mindestmaß an Arbeit auch während Streikzeiten geleistet werden muss, wird der Flugverkehr in Italien durch den Streik nicht gänzlich lahmgelegt. Es sind jedoch Verzögerungen und Flugausfälle zu erwarten.
 
Streik bei Ryanair am 17. Juli
 
Auch die Flugkapitäne und -kapitäninnen sowie die Beschäftigten der Kabine bei Ryanair treten am 17. Juli in Italien in den Streik. Aufgerufen hat sie die Gewerkschaft FILT, der Ausstand soll landesweit stattfinden und den Forderungen nach höheren Gehältern und besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck verleihen. Die spanischen Kollegen und Kolleginnen der italienischen Ryanair-Mitarbeitenden haben für den Juli ebenfalls mehrere Streiks angekündigt, sie legen die Arbeit vom 12. bis 15., vom 18. bis 21. und vom 25. bis 28. Juli nieder.
 
Rat an Reisende
 
Wer am kommenden Sonntag ab, über oder von einem der genannten italienischen Flughäfen beziehungsweise in Italien mit Ryanair fliegen möchte, sollte den Status seiner Verbindung vorab online oder bei der Fluggesellschaft bestätigen lassen. Aus organisatorischen Gründen kann es auch vor und nach den eigentlichen Streikzeiten zu Verzögerungen kommen. Findet die Verbindung statt, ist es ratsam, einen besonders großen Zeitpuffer für die Prozesse am Flughafen einzuplanen.

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