Sie sind hier:

Lufthansa führt Gesichtserkennung am Flughafen Hamburg ein

München, 29.04.2022 | 14:49 | twi

Am Flughafen Hamburg können Kundinnen und Kunden von drei Star-Alliance-Airlines, darunter der Lufthansa, ab sofort kontaktlos die Sicherheitskontrolle sowie das Boarding absolvieren. Ermöglicht wird dies durch eine Technologie zur biometrischen Gesichtsfelderkennung. Vorerst gilt der kostenfreie Service jedoch nur für Teilnehmende am Miles & More-Programm.

Flughafen Hamburg Terminal 2 Lufthansa ermöglicht am Flughafen Hamburg kontaktloses Boarding mittels Gesichtserkennung.
Mithilfe einer speziellen Software zur Gesichtserkennung möchten die drei Star-Alliance-Fluggesellschaften Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss ihren Fluggästen am Hamburger Flughafen kontaktloses Reisen ermöglichen. Damit wird weder eine ausgedruckte Bordkarte noch das Smartphone bei der Sicherheitskontrolle sowie beim Boarding benötigt. Reisende müssen lediglich in eine Kamera schauen, anschließend gleicht das System das aufgenommene Bild des Gesichts mit einem vorher eingereichten Foto ab. Der derzeit obligatorische Mund-Nase-Schutz muss dafür nicht abgenommen werden. Der Service wird momentan jedoch nur für Personen angeboten, die am Vielfliegerprogramm Miles & More teilnehmen. Durch die Gesichtserkennung soll es für Reisende zu einer Zeitersparnis kommen, zudem werden Kontrollprozesse entzerrt und flüssiger gestaltet. 

Einmalige Anmeldung mindestens 24 Stunden vor Abflug

Um den Gesichtserkennungsservice nutzen zu können, müssen sich Fluggäste einmalig und kostenfrei für Star Alliance Biometrics registrieren. Dafür werden ein gültiger Reisepass sowie die aktuelle Version der Lufthansa- oder Miles & More-App benötigt. Die Registrierung muss mindestens 24 Stunden vor dem nächsten Flug mit Lufthansa, Austrian Airlines oder Swiss erfolgen. Wer sich erfolgreich angemeldet hat, kann am Hamburger Flughafen die Sicherheitskontrolle kontaktlos durchqueren und das Boarding an den Gates A17 und C16 mit einem Blick in die Kamera absolvieren. Die Sperren öffnen sich nach dem erfolgten Gesichtsabgleich automatisch. Nach Angaben der Lufthansa basiert die Gesichtserkennung auf der japanischen Technologie NEC I:Delight und erfüllt alle derzeit geltenden Datenschutzstandards. Dabei sollen so wenige personenbezogene Daten wie möglich, darunter keine Kundennamen, gespeichert werden. 

Technologie bereits an drei anderen Airports

Der Hamburger Flughafen ist der insgesamt vierte, an dem Star Alliance Biometrics eingeführt wird. Bisher konnten Reisende die Technologie bereits an den Luftfahrtdrehkreuzen in Frankfurt, München und Wien nutzen. Wer sich für den Service registriert hat, kann ihn selbstverständlich an allen teilnehmenden Flughäfen sowie bei allen teilnehmenden Airlines nutzen. Im deutschsprachigen Raum ist das biometrische Boarding bisher nicht weit verbreitet, während vergleichbare Technologien in vielen Ländern bereits seit längerer Zeit genutzt werden. Allgemein verspricht man sich von der Nutzung von Biometrie am Flughafen effizientere Betriebsabläufe sowie mehr Komfort für Fluggäste.

Weitere Nachrichten über Flug