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Lufthansa: Keine Fast Lanes an mehreren Flughäfen

München, 19.07.2022 | 13:36 | twi

Der deutsche Flagcarrier Lufthansa kann an mehreren deutschen Flughäfen derzeit keine Fast Lanes bei der Sicherheitskontrolle anbieten. Grund dafür sei die angespannte Personalsituation bei Partnerunternehmen sowie bei der Airline. Somit sollten auch Vielfliegerinnen und Vielflieger früh am Flughafen erscheinen und längere Wartezeiten einplanen.

lufthansa-heck-logo-neu Die Lufthansa bietet derzeit an vielen Flughäfen keine Fast Lanes an.
Vor allem häufig fliegende Geschäftsreisende profitieren von dem Angebot der Fast Lanes, die eine schnelle Sicherheitskontrolle ermöglichen. Wie in vielen Bereichen der Luftfahrtbranche fehlen auch an den Security Checks derzeit viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sodass der Fast-Lane-Service vielerorts nicht aufrechterhalten werden kann. Die Lufthansa erklärte in einer E-Mail an ihre Kundinnen und Kunden, dass die angespannte Personalsituation bei Systempartnern Grund für die Einschränkungen an den Fast Lanes sei. Gleichzeitig entschuldigte man sich bei den Reisenden und unterstrich, dass es oberste Priorität sei, den gewohnten Service schnellstmöglich wieder anzubieten. Auch bei der Airline selbst gibt es derzeit jedoch Personalengpässe, die vor allem die Bodenabfertigung betreffen.

Hoher Krankenstand beim Bodenpersonal
 
Vor allem beim Bodenpersonal der Airline ist der Krankenstand aktuell enorm hoch und liegt bei knapp 30 Prozent. Als Gründe dafür werden Ausfälle durch Corona-Infektionen sowie Überlastung genannt. Daher bleiben derzeit täglich Koffer an Flughäfen zurück, allein in Frankfurt am Main sind es bis zu 5.000. Unter den Pilotinnen und Piloten sowie beim Kabinenpersonal wird jedoch nach wie vor nur ein Krankenstand im einstelligen Bereich gemeldet. Zuletzt hatte die Lufthansa wegen akuter Personalnot mehr als 2.000 Flüge für Juli und August streichen müssen. Die Streichungen betreffen jedoch nur Inlandsflüge und europäische Ziele, an die Reisende auch mit alternativen Verkehrsmitteln gelangen können. Verbindungen zu klassischen Urlaubszielen sowie Interkontinentalflüge werden weiterhin bedient.
 
Hinweise für Reisende
 
Geschäftsreisende sowie andere Vielfliegerinnen und Vielflieger, die für gewöhnlich die Fast Lanes an den Sicherheitskontrollen nutzen, sollten ebenso frühzeitig am Flughafen erscheinen wie Urlauberinnen und Urlauber. Mit längeren Wartezeiten an den Kontrollen ist in jedem Fall zu rechnen. Grundsätzlich empfehlen Expertinnen und Experten, in der aktuellen Situation drei Stunden vor Abflug am Flughafen einzutreffen. Gleichzeitig ist es für einen reibungslosen Ablauf unverzichtbar, das Handgepäck regelkonform zu packen.
 

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