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Marokko: Streik an Flughäfen ab 15. Juni

München, 10.06.2022 | 10:49 | soe

In Marokko wurde für den 15. bis 19. Juni ein Streik im Flugverkehr angekündigt. Für fünf Tage wollen die Beschäftigten der Flughäfen im Land die Arbeit niederlegen, um für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu protestieren. Der Streikzeitraum fällt genau auf den Beginn der Operation Marhaba, einer alljährlichen großen Reisewelle von im Ausland lebenden Marokkanerinnen und Marokkanern in ihr Heimatland.

Blick über die Dächer von Marrakesch In Marokko droht vom 15. bis zum 19. Juni ein Flugstreik.
Vom kommenden Mittwoch bis zum darauffolgenden Sonntag wollen die Mitglieder des Marokkanischen Demokratischen Gewerkschaftsbundes CDT nach Informationen des Touristikportals Reise vor 9 einen landesweiten Streik durchführen. In der Folge ist mit schwerwiegenden Einschränkungen des Flugverkehrs zu rechnen, sowohl Verspätungen als auch Flugausfälle sind sehr wahrscheinlich zu befürchten. Reisende, die in diesem Zeitraum nach, über oder ab Marokko fliegen möchten, sollten sich vorab über den Status ihrer Verbindung informieren.
 
Forderung nach mehr Lohn und besseren Bedingungen
 
Das Flughafenpersonal wirft der Arbeitgeberseite Verzögerungen bei der Erfüllung ihrer Pflichten gegenüber den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen vor. Es gebe keinerlei Arbeitnehmervertretungen und zudem ein starkes Lohngefälle innerhalb der Institutionen. Insbesondere Techniker und Technikerinnen, Feuerwehrleute sowie Ingenieure und Ingenieurinnen sollen gemäß den Forderungen künftig besser bezahlt werden.
 
Operation Marhaba
 
Der Streik kommt für den marokkanischen Reiseverkehr zum ungünstigsten Zeitpunkt. Ab dem 15. Juni soll die diesjährige Operation Marhaba starten, nachdem sie zwei Jahre nacheinander aufgrund der Corona-Pandemie und diplomatischer Querelen zwischen Spanien und Marokko nicht stattfinden konnte. Dabei handelt es sich um ein von der Regierung organisiertes Programm, das in jedem Jahr zu Beginn des Sommers den im Ausland lebenden Marokkanern und Marokkanerinnen die zeitweilige Rückkehr in ihr Heimatland erleichtert. Dafür werden unter anderem die Frequenzen der Fährschiffe erhöht und der Flugverkehr mit zusätzlichen Rotationen ausgebaut. Durch den angekündigten Streik ist nun angesichts des massiv erhöhten Fluggastaufkommens mit noch stärkeren Behinderungen zu rechnen.

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