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Maskenpflicht im Flugzeug: 15 europäische Länder behalten Vorgabe

München, 13.05.2022 | 12:15 | soe

Die Europäische Union hat angekündigt, ihre Empfehlung einer Maskenpflicht in Flugzeugen ab dem 16. Mai aufzuheben. Für die praktische Umsetzung an Bord sind jedoch die nationalen Gesetze der Länder zuständig, welche dem Rat der EU-Behörden nicht folgen müssen. 15 Staaten Europas werden vorerst weiterhin den Mund-Nase-Schutz auf Flügen vorschreiben, darunter auch Deutschland.

Flugzeug auf Startbahn 15 europäische Länder halten vorerst an der Maskenpflicht in Flugzeugen fest.
Zwar haben sich die deutsche Luftfahrtbranche und Bundesverkehrsminister Volker Wissing auch in der Bundesrepublik für eine Abschaffung der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ausgesprochen, derzeit ist sie aber noch in der aktuellen Fassung des Infektionsschutzgesetzes festgeschrieben. Dieses läuft erst am 23. September aus, sofern keine vorherigen Änderungen erfolgen. Damit gilt auf Flügen, die in Deutschland starten oder einen deutschen Flughafen ansteuern, grundsätzlich weiterhin für Crew und Fluggäste die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz aufzusetzen.
 
In diesen europäischen Staaten bleibt die Maskenpflicht
 
Mit der vorläufigen Beibehaltung der Maskenpflicht steht die Bundesrepublik nicht allein. In 14 weiteren europäischen Ländern, darunter beliebten Urlaubszielen wie Spanien und Italien, müssen Flugpassagiere und -passagierinnen zunächst weiterhin Mund und Nase bedecken. Auch Frankreich, Griechenland, die Niederlande, Portugal und Zypern halten an der Maskenpflicht fest, ebenso wie die Staaten des Baltikums Estland, Lettland und Litauen. Darüber hinaus müssen Flugreisende von und nach Luxemburg, Malta, Österreich und Tschechien bis auf Weiteres den Mund-Nase-Schutz tragen.
 
Ryanair begrüßt Lockerungen
 
Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair nahm die Aufhebung der EU-Empfehlung positiv auf. Ab kommendem Montag ist das Aufsetzen einer Maske damit auf Verbindungen der Airline optional, die in keinem der oben genannten Länder starten oder landen. Außerdem rechnet Ryanair-CEO Eddie Wilson damit, dass die Staaten ihre Regelungen infolge der geänderten EU-Empfehlung demnächst anpassen.

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