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Paris: Streik der Fluglotsen vom 27. März bis 4. April

München, 25.03.2022 | 12:35 | soe

In Paris droht von 27. März bis zum 4. April ein Streik der Fluglotsen. Wie die europäische Luftfahrtbehörde Eurocontrol berichtet, soll ein Mindestmaß des Flugbetriebs aufrechterhalten werden, Reisende müssen sich jedoch auf Verzögerungen und Flugausfälle einstellen. Bereits am 25. März findet zudem ein Streik im öffentlichen Nahverkehr der französischen Hauptstadt statt.

Paris Panorama In Paris ist für den 27. März bis 4. April ein Streik der Fluglotsen angekündigt.
Wie das Benachrichtigungsportal von Eurocontrol am 25. März um 7:16 Uhr vermeldete, wird der Streik in Paris um 17 Uhr am kommenden Sonntag beginnen und bis 4 Uhr morgens am 4. April andauern. Je nach Beteiligung der zum Arbeitsausstand aufgerufenen Fluglotsen kann es zu Personalengpässen kommen, welche möglicherweise Verspätungen bei den Starts und Landungen sowie Flugstreichungen zur Folge haben. Über die konkreten Auswirkungen lässt sich aktuell nur spekulieren. Reisende sollten jedoch in jedem Fall mit Einschränkungen rechnen und sich bei einer geplanten Reise ab, nach oder über Paris in besagtem Zeitraum vorab über den Status ihrer Verbindung informieren. Aus organisatorischen Gründen kann es auch vor und nach den eigentlichen Streikzeiten zu Behinderungen im Flugverkehr kommen.
 
Streik im öffentlichen Nahverkehr am 25. März
 
Bereits am heutigen Freitag wird in Paris außerdem der öffentliche Nahverkehr bestreikt. Mehrere Transport-Gewerkschaften haben die Beschäftigten der Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen für den 25. März zum Streik aufgerufen. Während das staatliche Verkehrsunternehmen RATP bei den U-Bahnen kaum mit Beeinträchtigungen rechnet, wird der oberirdische Personennahverkehr heute wohl massiv gestört. So wird voraussichtlich mindestens die Hälfte aller Busse und Straßenbahnen entfallen und die verbleibenden Verbindungen nur zu den Stoßzeiten zur Verfügung stehen. Die Linie T8 fällt den kompletten Freitag gänzlich aus.
 
Streikgefahr auch in Deutschland weiter hoch
 
Auch in Deutschland müssen Flugreisende in nächster Zeit weiterhin mit Einschränkungen durch Streiks rechnen. Die fünfte Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) ging in der Nacht auf Freitag ergebnislos zu Ende. Um ihren Forderungen nach bundesweit einheitlicher Bezahlung und einer generellen Lohnerhöhung der Luftsicherheitskräfte Nachdruck zu verleihen, hatte Verdi bereits in den vergangenen Wochen mehrfach zu Streiks an deutschen Flughäfen aufgerufen. Zuletzt waren bei einem Ausstand am 22. März mehr als 100.000 Passagiere und Passagierinnen betroffen, rund 750 Flugverbindungen entfielen.

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