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SAS: Streik nach Tarifeinigung beendet

München, 19.07.2022 | 08:54 | soe

Der zwei Wochen andauernde Streik der Piloten und Pilotinnen der skandinavischen Airline SAS ist beendet. Am frühen Dienstagmorgen gab die Fluggesellschaft bekannt, dass in den Verhandlungen mit den Pilotengewerkschaften eine Einigung erzielt werden konnte. Der Flugbetrieb soll so rasch wie möglich wieder anlaufen.

sas am boden Der Pilotenstreik bei der skandinavischen SAS ist seit Dienstagmorgen beendet. © SAS Group
Seit dem 4. Juli hatten rund 900 Flugkapitäne und -kapitäninnen von SAS die Arbeit niedergelegt, nachdem die Tarifgespräche zuvor ohne Ergebnis abgebrochen worden waren. Seither entfielen pro Tag rund 250 Flüge, wodurch die Reisepläne von täglich etwa 30.000 Fluggästen beeinträchtigt wurden. Am 13. Juli nahmen die Konfliktparteien die Verhandlungen in Stockholm wieder auf, die Airline dementierte jedoch noch am Montagabend Berichte über eine Einigung. Mit Stand zum Dienstagmorgen hat sich die Situation offensichtlich rasch geändert, auch wenn die letzten Unterschriften laut SAS-Verwaltungsratschef Carsten Dilling noch fehlen. Nach Angaben von SAS soll das neue Abkommen über fünfeinhalb Jahre laufen, zudem werden 450 entlassene Cockpit-Mitarbeitende wiedereingestellt.
 
Beeinträchtigungen in Schweden, Norwegen und Dänemark
 
Durch den Streik gab es massive Einschränkungen im dänischen, norwegischen und schwedischen Flugverkehr. Darüber äußerte SAS-Chef Anko van der Werff großes Bedauern und zeigte sich über die erzielte Einigung umso erfreuter: „Endlich können wir den normalen Betrieb wiederaufnehmen und unsere Kunden in ihren ersehnten Sommerurlaub fliegen“. Davon profitieren auch deutsche Reisende, denn SAS verbindet die skandinavischen Hauptstädte Oslo, Stockholm und Kopenhagen direkt mit mehreren Airports in Deutschland.
 
SAS in Insolvenz mit laufendem Flugbetrieb
 
Kurz nach Beginn des Streiks hatte sich SAS in den USA unter Gläubigerschutz geflüchtet. Innerhalb der nächsten neun bis zwölf Monate will sich das finanziell angeschlagene Unternehmen neu strukturieren, der Flugbetrieb soll dabei aufrechterhalten werden. Die Anteilseigner der Airline sind zum Teil staatlich, die Regierungen von Dänemark und Schweden sind zu je 21,8 Prozent an SAS beteiligt.

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