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Streik in Finnland ab Januar: Flugausfälle möglich

München, 27.12.2021 | 09:43 | lvo

In Finnland kann es in der kommenden Woche zu größeren Einschränkungen im Luftverkehr kommen. Die Gewerkschaft Pro hat zu einem Streik ab dem 3. Januar aufgerufen. Wie das Onlineportal Aviation24.de berichtet, ist im Streikfall mit größeren Einschränkungen des gesamten finnischen Flugsektors zu rechnen.

Streik Anzeigetafel Cancelled Bei einem geplanten Streik in Finnland im Januar ist mit Flugverspätungen und -ausfällen zu rechnen.
Der Streik in der finnischen Flug- und Frachtindustrie soll vom 3. bis zum 17. Januar andauern. In diesen zwei Wochen müssen sich Flugreisende von oder nach Finnland sowie innerhalb des Landes auf Verspätungen, Einschränkungen und Flugausfälle einstellen. Auch vor und nach den offiziellen Streikzeiten sind Verzögerungen zu erwarten. Reisende, die während der ersten zwei Januarwochen in Finnland unterwegs sind, sollten die geplanten Ausstände bei ihrer Urlaubsplanung berücksichtigen. Es empfiehlt sich, sich vorab beim Reiseveranstalter oder der Fluggesellschaft über etwaige Änderungen des Ablaufs zu informieren.
 
Beteiligte am Streik in Finnland
 
Zum Arbeitskampf aufgerufen hatte die finnische Gewerkschaft Pro. Mitgliederinnen und Mitglieder der Gewerkschaft sind sowohl Flug- als auch Bodenpersonal. So fallen unter anderem auch Arbeitnehmende der Fluggesellschaft Finnair sowie des Flughafenbetreibers Swissport unter die Streikmaßnahmen. Auch Mitarbeitende der Bodenlogistik in Finnland sowie Wartungsfachpersonal für Flugzeuge sind zum Streik aufgerufen.
 
Hintergründe der Arbeitskampfmaßnahmen

 
Ob der Streikaufruf tatsächlich befolgt wird, ist abhängig von einer Einigung der Gewerkschaft Pro mit dem Arbeitgebendenverband Palta. Diese konnte bislang nicht erzielt werden. Dabei wird insbesondere über verbesserte Arbeitsbedingungen sowie die Anwendung eines Tarifvertrags diskutiert. Letzterer soll dem Bericht zufolge auch für die neu zur Gewerkschaft Pro gewechselten finnischen Flugtechnikerinnen und -techniker gelten. Laut Pro sind alle bisherigen Verhandlungen mit Palta gescheitert.

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