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Italien: Fluglotsen und Alitalia-Besatzungen streiken Ende Mai

München, 17.05.2017 | 10:00 | hze

Reisenden, die am langen Himmelfahrt-Wochenende nach Italien reisen, droht Ärger. Wie das italienische Ministerium für Infrastruktur und Transport (MIT) auf seiner Website mitteilt, haben die Gewerkschaft der Fluglotsen ENAV sowie die Besatzungen von Alitalia für den 28. Mai landesweite Streiks angekündigt. Es muss mit massiven Verspätungen und vielen Flugausfällen gerechnet werden.

Anzeigetafel Verspätung Durch den Streik von Fluglotsen sowie Piloten und Flugbegleiter bei Alitalia muss am 28. Mai in ganz Italien mit massiven Annullierungen und Verspätungen gerechnet werden.
Laut MIT beteiligen sich die Lotsen mehrerer Standorte an den Ausständen. So wollen die Mitarbeiter in Padua, Ancona und Rom von 13 Uhr bis 17 Uhr die Arbeit ruhen lassen. Das nicht direkt an der Luftraumsicherung beteiligte ENAV-Personal will sogar von 10 bis 18 Uhr streiken. Für den gleichen Zeitraum haben auch die Piloten und Flugbegleiter von Alitalia landesweite Arbeitskämpfe beim MIT angemeldet. Da mit massiven Annullierungen und Verspätungen zu rechnen ist, sollten Reisende frühzeitig ihre Airline kontaktieren und sich über den Status ihres Flugs erkundigen.

Üblicherweise gewähren Airlines ihren Kunden im Streikfall kostenlos umzubuchen oder zu stornieren. Alitalia steckt allerdings aktuell mitten in einem Insolvenzverfahren, da das Unternehmen rund drei Milliarden Euro Schulden angehäuft hat. Abgesehen von den Ausständen müssen Reisende noch bis Ende Mai geänderte Einreisebestimmungen für Italien beachten! Aufgrund des G7-Gipfels auf Sizilien am 26. und 27. Mai ist die Einreise bis Monatsende nur mit gültigem Ausweisdokument möglich. Normalerweise dürfen sich EU-Bürger innerhalb aller Mitgliedsstaaten ohne Passkontrollen frei bewegen.

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