Thailand: Smog sorgt für Flugausfälle im Norden des Landes

Aufgrund der anhaltenden Luftverschmutzung in Nordthailand hat Bangkok Airways mehrere Inlandsflüge gestrichen. Von 15. März bis 20. April entfallen sämtliche Verbindungen zwischen Bangkok und den Städten Mae Hong Son sowie Lampang. Grund sind die schlechten Sichtverhältnisse durch Smog, die eine sichere Landung erschweren.
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Bangkok Airways streicht mehrere Inlandsflüge in Nordthailand wegen schlechter Sicht durch Smog (Symbolfoto).
Nordthailand leidet derzeit unter extremer Luftverschmutzung. Besonders betroffen sind die Städte Mae Hong Son und Lampang, die von dichtem Smog eingehüllt sind. Die schlechte Sicht macht Landungen schwierig, weshalb Bangkok Airways sich entschlossen hat, alle Verbindungen zu diesen Zielen vorübergehend einzustellen. Laut Flughafenbehörde von Mae Hong Son liegt der Luftqualitätsindex in der Region um ein Vielfaches über den Richtwerten der Weltgesundheitsorganisation. Ähnliche Probleme gab es bereits im vergangenen Jahr, als Smog die Landungen in Nordthailand ebenfalls beeinträchtigte.

Hintergrund der Luftverschmutzung

Die schlechte Luftqualität hat in Thailand eine saisonale Ursache: Zwischen Dezember und April verbrennen Landwirtinnen und Landwirte in Nordthailand und angrenzenden Ländern ihre Ernteabfälle, um die Felder für die nächste Saison vorzubereiten. Dies führt regelmäßig zu hohen Feinstaubwerten, welche die Gesundheit der Bevölkerung gefährden und den Flugverkehr beeinträchtigen. Die thailändische Regierung hat Maßnahmen ergriffen, um das Verbrennen von Feldern zu unterbinden. Verstöße können mit Geldstrafen und rechtlichen Konsequenzen geahndet werden. Ob diese Regelungen langfristig Wirkung zeigen, bleibt jedoch abzuwarten.

Reisende sollten sich informieren

Passagierinnen und Passagiere, die von den Flugstreichungen betroffen sind, können sich für weitere Informationen an die Kundenservice-Hotline von Bangkok Airways wenden. Zudem wird empfohlen, alternative Transportmöglichkeiten zu prüfen. Die Regierung hat das Ministerium für nationale Katastrophenvorbeugung beauftragt, die Lage fortlaufend zu aktualisieren.