Unwetter in der Südsee: Tahiti erklärt Ausnahmezustand

Schwere Unwetter im Südpazifik haben in Französisch-Polynesiens für Überschwemmungen und Zerstörungen gesorgt. Medienberichten zufolge sind mehr als 800 Häuser beschädigt oder zerstört worden. Mehrere tausend Haushalte waren zeitweise ohne Strom, öffentliche Plätze und Straßen wurden von Schlammmassen überflutet. Auch der internationale Flughafen auf der Hauptinsel Tahiti musste daher für mehr als 24 Stunden schließen.
Ein Flug von Air France auf dem Weg nach Tahiti musste kurzfristig auf die Cook Islands umgeleitet werden. Laut einem Bericht von Radio New Zealand waren rund 4.000 Menschen auf dem Inselstaat im Südpazifik von dem extremen Wetter betroffen, mindestens vier sollen verletzt worden sein. Am schlimmsten wütete das Wetter demnach auf Moorea und die Hauptinsel Tahiti. Auf Letzterer hatten die Behörden zwischenzeitlich sogar den Ausnahmezustand ausgerufen. Auch die Armee des Landes unterstützt die Rettungskräfte bei den Aufräumarbeiten.

Die Inselgruppe in der Südsee mit etwa 280.000 Einwohnern gehört als Überseeland offiziell zu Frankreich. Mit rund 180.000 Besuchern im Jahr zählt der Tourismus zu den Haupteinnahmequellen. Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise in das Überseedépartement Frankreichs lediglich einen gültigen Reisepass. Seit dem 20. September 2016 gilt dies auch für Mikronesien, dass die Visumpflicht für Deutsche abgeschafft hat. Ausgenommen davon sind Reisende, die in dem Land einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen.