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Kreditkarten-Gebühr bei Flugtickets verboten

München, 09.06.2017 | 10:26 | mja

Reisende, die ihr Flugticket online mit einer Kreditkarte erwerben, müssen ab dem 1. Januar 2018 keine Extragebühr mehr zahlen. Wie das Branchenportal FVW am Mittwoch mitteilte, hat nun der Bundestag das Verbot derartiger Regelung beschlossen. Derzeit stellen viele Airlines und vor allem Billigflieger die gesonderte Gebühr in Rechnung.

Onlinekredite Test Wer online seine Flüge bucht, muss künftig keine Kreditkarten-Gebühr mehr zahlen.
Bis zum 1. Januar müssen Fluggesellschaften wie auch die Deutsche Lufthansa ihre vor einigen Jahren eingeführte Kreditkarten-Gebühr (OPC) wieder abschaffen, heißt es in der Mitteilung weiter. Auch Low-Coster und die Deutsche Bahn müssen dann auf das zusätzliche Entgelt bei einer Kreditkartenzahlung verzichten. Bis dahin ist es den Unternehmen erlaubt, solche Gebühren einzufordern.

Neben diesem Kreditkarten-Extrabetrag müssen auch Zahlungsarten wie Überweisungen und Lastschriften in Euro sowie Debitkarten (ehemalige EC-Karten) ohne Zusatzgebühr akzeptiert werden. Während es bei weitverbreiteten Karten wie Mastercard und Visa keinen zusätzlichen Beitrag mehr geben darf, sind beispielsweise American Express oder Diners Club vom Verbot ausgeschlossen. Hier können Fluglinien und andere Anbieter auch künftig das Kartenzahlverfahren in Rechnung stellen. FVW zufolge werden auch Beträge, die via Paypal überwiesen werden, weiterhin mit Gebühren belastet.

Doch nicht nur Flugtickets, sondern auch Bahnfahrten werden aufgrund des neuen Gesetzes günstiger. Darüber hinaus fallen auch Extragebühren bei Veranstaltungstickets weg. Denn häufig verlangen Shops neben dem Bereitstellen des Tickets auch ein Entgelt für Zahlungen mit Kreditkarte.

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