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Atlasglobal meldet Insolvenz an

München, 13.02.2020 | 08:53 | soe

Atlasglobal steht final vor dem Aus. Die türkische Ferienfluggesellschaft hat am Nachmittag des 12. Februar Konkurs angemeldet und den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt. Nach einem vorübergehenden Flugstopp Ende 2019 hatte sich die finanziell schwache Airline noch einmal erholt, nun ist sie jedoch endgültig zahlungsunfähig.

Flugzeug-Landeanflug-Abend Am 12. Februar hat der türkische Regionalcarrier Atlasglobal Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb eingestellt.
Alle Beschäftigten der Fluggesellschaft wurden entlassen, wie Geschäftsführer Murat Ersoy, Bruder des türkischen Tourismusministers, gegenüber Medien in der Türkei bestätigte. Sie hatten bereits seit drei Monaten keine Gehälter mehr bekommen. Nach Angaben des deutschen Touristikportals Tourexpi sitzt die Airline auf einem Schuldenberg von 200 Millionen US-Dollar, zu den Gläubigern zählen Flughäfen, Treibstofflieferanten und Banken.
 
Bereits am 26. November 2019 hatte Atlasglobal den Flugbetrieb eingestellt, jedoch zeitgleich angekündigt, dass es sich nur um eine rund einmonatige Auszeit handele. Während dieser wollte sich die private Fluggesellschaft nach eigenen Angaben neu strukturieren, um ihren Passagieren anschließend ein einzigartiges Flugerlebnis zu bieten. Wie zugesichert hob die Flotte der Airline am 21. Dezember wieder ab, ein Großteil der bis dahin elf betriebenen Jets wurde allerdings an die Leasinggeber zurücküberstellt. Atlasglobal war 2015 aus der zuvor vom Reiseveranstalter Öger Tours gegründeten Atlasjet hervorgegangen, agierte jedoch bereits seit 2006 unabhängig.

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