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Hamburg: Streik am Flughafen führt zu Flugausfällen und Verspätungen

München, 04.02.2019 | 07:57 | soe

Nach einem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi haben am Flughafen Hamburg am frühen Montagmorgen Beschäftigte des Bodenpersonals die Arbeit niedergelegt. Wie die Branchen-Website FVW berichtet, soll der Warnstreik den ganzen Tag andauern. In der Folge ist am Hamburger Airport mit vielen Flugausfällen und Verspätungen zu rechnen.

Flughafen Hamburg Rollfeld Am Flughafen Hamburg kommt es am Montag, 4. Februar, durch einen Streik des Bodenpersonals zu massiven Einschränkungen im Reiseverkehr. © Michael Penner, Flughafen Hamburg

Eineinhalb Stunden nach Streikbeginn mussten die Fluggesellschaften bereits 58 Starts und Landungen (Stand 6:40 Uhr) annullieren. Wie viele der insgesamt 388 für Montag angesetzten Verbindungen noch betroffen sein werden, ist bisher noch nicht abzusehen. Durch den Arbeitsausstand sind unter anderem die Prozesse an der Gepäck- und Flugzeugabfertigung gestört. Deshalb empfiehlt der Airport Hamburg den betroffenen Reisenden, nach Möglichkeit nur mit Handgepäck zu fliegen und so wenig wie möglich Gepäckstücke aufzugeben. Passagiere sollten sich darüber hinaus bei ihren Airlines über den Flugstatus informiert halten und frühzeitig zum Flughafen anreisen.
Wie der Flughafen weiterhin bekanntgab, wurde momentander Pendelverkehr des Holiday Shuttles  eingestellt. Dieser Bus verbindet sonst das Parkhaus P9 mit den Terminals 1 und 2.
 
Der ganztägige Warnstreik war von Verdi erst am Sonntag angekündigt worden, weniger als zwölf Stunden vor seinem Beginn. Die Gewerkschaft begründet die Arbeitskampfmaßnahme mit dem aus ihrer Sicht unzureichenden Angebot der Arbeitgeber während der laufenden Tarifverhandlungen. Sie fordert eine Lohnerhöhung für die rund 1000 Beschäftigen der Bodenverkehrsdienste am Hamburger Flughafen. Erst Mitte Januar gehörte Hamburg zu den acht deutschen Flughäfen, an denen ein Streik zu massiven Einschränkungen des Flugverkehrs führte.

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