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Streikgefahr bei Lufthansa und Eurowings vorerst gebannt

München, 09.08.2019 | 09:06 | soe

Gute Nachrichten für Flugpassagiere der Lufthansa und deren Billigtochter Eurowings: Im aktuellen Tarifstreit wird es vorläufig keine Arbeitsniederlegungen des Kabinenpersonals geben. Der Grund liegt in einem internen Führungsstreit ihrer Gewerkschaft Ufo, die deshalb im Moment weder Verhandlungen führen noch eine Streikaktion organisieren kann.

Lufthansa Boeing 747 im Flug Bei der Lufthansa und Eurowings wird es vorerst durch interne Probleme der Gewerkschaft Ufo keinen Streik geben. © Lufthansa Group
Die ursprünglich für August ins Auge gefassten Streiks sind daher bis auf Weiteres aufgeschoben. Die Spartengewerkschaft Ufo kämpft momentan mit Problemen innerhalb ihres Vorstands. Nachdem mehrere Mitglieder der Führungsriege zurückgetreten waren, wurden Nachbenennungen nötig. Aus Sicht der Lufthansa kam es dabei jedoch zu schwerwiegenden Verfahrensfehlern, weshalb die Airline die Rechtmäßigkeit der neuen Vorstände anficht. Im Falle eines Streiks könnte dieser dann ebenfalls als nicht rechtskonform gelten und Schadenersatzansprüche der Fluggesellschaft gegenüber der Gewerkschaft nach sich ziehen.
 
Nicht so viel Glück haben dagegen die Fluggäste von Ryanair in Großbritannien. Dort haben die Piloten des irischen Billigfliegers für fünf Tage im August und September Streiks angekündigt. Konkret wollen sie vom 22. bis 23. August sowie vom 2. bis zum 4. September jeweils ganztägig die Arbeit niederlegen, was voraussichtlich massive Verspätungen und Flugausfälle zur Folge haben wird.

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