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Vorerst keine weiteren Streiks bei Lufthansa

München, 13.11.2019 | 09:23 | soe

Aufatmen bei Passagieren der Lufthansa: Vorerst drohen keine weiteren Streikaufrufe seitens der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Am Mittwochabend gab die Airline durch eine Mitteilung bekannt, dass im laufenden Tarifstreit ein Schlichtungsverfahren vereinbart wurde. Währenddessen gilt absolute Friedenspflicht, Streiks sind in diesem Zeitraum somit ausgeschlossen.

Handschlag Die Lufthansa hat sich mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo auf ein Schlichtungsverfahren geeinigt. (Symbolbild)
Nach dem 48-stündigen Arbeitsausstand vom 7. bis zum 8. November, in dessen Folge fast 1.500 Flüge annulliert werden mussten, hatte sich die Lufthansa wieder verhandlungsbereit gezeigt. In dreitägigen Gesprächen einigten sich die beiden Parteien nun auf eine Schlichtung, deren Einzelheiten am 14. November auf einer gemeinsamen Pressekonferenz verkündet werden sollen. Im Zuge dessen nahm die Lufthansa auch eine laufende Klage gegen Ufo zurück, mit der sie der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation den Status als Gewerkschaft aberkennen lassen wollte.
 
Wichtigster Zankapfel im aktuellen Tarifkonflikt sind Spesen und Zulagen für das Kabinenpersonal der Lufthansa. Parallel zu den stockenden Verhandlungen mit Ufo hatte die Lufthansa auch mit deren Konkurrenzgewerkschaft Verdi Gespräche aufgenommen, was für zusätzlichen Zwist sorgte. Nun soll in den kommenden Monaten gemeinsam mit neutralen Schlichtern eine Lösung gefunden werden. Als ersten Verhandlungserfolg wertet die Gewerkschaft eine Vergütungszulage für Saisonkräfte, die während der Wintermonate für die Lufthansa in der Kabine tätig sind.

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