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Insolvenz: Britische Fluggesellschaft Monarch muss Tausende Reisende zurückholen

München, 02.10.2017 | 08:48 | lvo

Die britische Airline Monarch stellte am Montagmorgen überraschend den gesamten Flugbetrieb ein. Sämtliche Flüge wurden gestrichen und Kunden mit Tickets angewiesen, keine Airports in England aufzusuchen, da die Flüge nicht stattfinden werden. Das Unternehmen musste Insolvenz anmelden, wie Aero Telegraph berichetete.

Heathrow Vorfeld und Tower In Großbritannien bleiben die Maschinen von Monarch Airlines ab Oktober am Boden. Foto: Heathrow Airports Limited
„Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ab dem 2. Oktober sämtliche Urlaube und Flüge des Unternehmens Monarch abgesagt wurden und nicht mehr bedient werden“, lautet die Mitteilung auf der Webseite. Betroffen sind auch mehrere Tochtergesellschaften. Ab dem Zeitpunkt der Verkündung hebt bei dem sogenannten Grounding keine Maschine mehr ab. Laut Airline handelt es sich um eine beispiellose Situation, das sich noch rund 110.000 Passagiere im Ausland befinden. Die britische Regierung hat Monarch angewiesen, Flüge zurück nach Großbritannien zu koordinieren, um die Kunden ohne Anfallen weiterer Kosten nach Hause zu bringen. Laut Aero Telegraph operiert Qatar Airways die Rückflüge. Demnach ist das die größte britische Rückführungsaktion aller Zeiten zu Friedenszeiten.

Die fünftgrößte britische Airline hielt dem Druck durch die Konkurrenz der Billigflieger nicht stand, wie Aero Telegraph schreibt. Ähnlich dem aktuellen Insolvenzverfahren der Air Berlin hatte es auch bei Monarch in der Vergangenheit wiederholt finanzielle Probleme gegeben. Die Fluggesellschaft flog die Urlaubsgebiete Europas, vor allem rund ums Mittelmeer, an.
 

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