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Passagiere sollen im Frachtraum mitfliegen

München, 12.04.2018 | 09:19 | lvo

Fluggäste sollen künftig im Frachtraum der Maschine mitreisen können. Dabei wird es keine Sitzplätze, sondern Schlafkabinen geben. Insbesondere auf der Langstrecke sollen diese Lösungen genutzt werden. Der Flugzeugbauer Airbus hat am Mittwoch erste Pläne zu den Einrichtungen im sogenannten Lower Deck von Flugzeugen vorgestellt, wie das Branchenportal Travelnews berichtet.

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Laut aktuellen Plänen von Airbus können Passagiere ab 2020 im Frachtraum mitreisen. Foto: Lufthansa

In Zusammenarbeit mit Zodiac Aerospace, einer Tochtergesellschaft des französischen Industriekonzerns Safran Group, will Airbus Schlafabteile bauen. Dank modularer Bauweise sollen diese wie ein Frachtcontainer zu handhaben sein und daher einfach im Frachtraum ein- und ausgebaut werden können. Bereits 2020 könnten die Kapseln in Jets des Typs A330 einsatzbereit sein. Die Module im Lower Deck sind demnach auch anderweitig nutzbar: Neben Schlafkabinen hat Airbus Konferenzräume oder Familienzimmer konzipiert.

Bereits Ende März wurden Mutmaßungen laut, dass Qantas Passagiere auf Ultralangstrecken im Frachtraum unterbringen will. Laut Travelnews planten auch Air France und die Partnerairline KLM im Jahr 2016 Schlafzonen für Economy-Reisende im Lower Deck. Konkrete Pläne gab es seitdem jedoch nicht.

Auch bei der Lufthansa stehen Neuerungen an, jedoch nicht bezüglich neuer Passagierklassen. Die Kranichairline zieht nun der Konkurrenz nach und führt einen neuen Gepäcktarif ein. Auf der Langstrecke über den Atlantik haben Fluggäste vermutlich ab dem Winterflugplan 2018/2019 die Möglichkeit, zu günstigeren Preisen nur mit Handgepäck zu fliegen. Spezielle Sitzplätze, Verpflegung und Aufgabegepäck müssen gegen einen Aufpreis hinzugebucht werden.

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