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Air-France-Streik: Wieder drohen Flugausfälle in Frankreich

München, 20.04.2018 | 10:09 | lvo

In Frankreich stehen kommende Woche bereits der zehnte und elfte Streiktag des Jahres 2018 an. Air France und die französischen Gewerkschaften sind sich über die Gehaltserhöhungen der Crews weiterhin nicht einig. So müssen Passagiere am Montag, 23. April sowie am Dienstag, 24. April mit erheblichen Verspätungen und Flugstreichungen rechnen.

Air France am Flughafen Paris Erneut kommt es am 23. und 24. April zu Streiks bei Air France. Foto: Air France
Auf ihrer Website teilte Air France am späten Donnerstagabend mit, dass die Gewerkschaften die Crews und das Flugpersonal erneut zum Arbeitskampf aufgerufen haben. Passagiere müssen sich demnach neben langen Wartezeiten an den Airports auch auf Annullierungen einstellen. Genaue Angaben zu Flugausfällen machte die Airline bislang nicht. Bei den letzten Ausständen waren jedoch vorrangig Langstreckenverbindungen betroffen. Reisende, deren Ticket vor dem 5. April ausgestellt wurde, können kostenlos auf einen Flug bis 30. April umbuchen. Passagiere, die erst nach dem 30. April fliegen, ihren Abflug- oder Zielflughafen ändern wollen, erhalten einen Gutschein.

Auch die Bahngesellschaft SCNF will sich am Ausstand beteiligen. Reisende mit dem Zug sollten sich regelmäßig über den Status ihrer Verbindung informieren. Betroffen sind offenbar auch die TGV-Strecken zwischen Paris und Frankfurt, München sowie Stuttgart. Der nächste Bahnstreik soll dann am 28. Und 29. April stattfinden.

Bereits seit Wochen zieht sich der Arbeitskampf in Frankreich. Nach der Streikwelle in der vergangenen Woche hatte die Airline den Gewerkschaften ein Angebot zur Lohnerhöhung vorgelegt. Laut dem Branchenportal Aero.de soll es demnach bis 2022 schrittweise Gehaltszuschläge von insgesamt 12,5 Prozent geben – jedoch unter Vorbehalt. Sollten die Gewinne der Airline unter 200 Millionen Euro liegen oder eine negative Geschäftsbilanz vorliegen, könnten Anpassungen vorgenommen werden. Dem Bericht zufolge ist es unwahrscheinlich, dass die Gewerkschaften das Angebot annehmen werden.

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