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Flugausfälle: Streik bei Germanwings ab dem 30. Dezember

München, 30.12.2019 | 08:22 | soe

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat ihre Drohung wahrgemacht und das Kabinenpersonal der Lufthansa-Tochter Germanwings zu einem dreitägigen Streik über den Jahreswechsel aufgerufen. Vom 30. Dezember 2019 bis zum 1. Januar 2020 legen die Flugbegleiter der Airline die Arbeit nieder. In der Folge wurden bislang bundesweit 180 Flüge gestrichen, die vor allem inländische Verbindungen betreffen.

Germanwings am Flughafen Köln Bonn Bei der Lufthansa-Tochter Germanwings streikt ab dem 30. Dezember das Kabinenpersonal. © Köln Bonn Airport
Neben den Routen innerhalb Deutschlands wurden auch Flüge in die Schweiz sowie nach Österreich annulliert. Am stärksten betroffen sind die Airports Berlin-Tegel, Hamburg, Köln-Bonn sowie München. Die Streichungen machen laut Eurowings, für die Germanwings ihre Flüge durchführt, rund 15 Prozent des Gesamtflugplans aus. Von den 1.200 anberaumten Verbindungen können im Streikzeitraum voraussichtlich rund 1.000 durchgeführt werden. Passagiere, die in den nächsten Tagen mit Germanwings fliegen möchten, sollten sich dennoch über die aktuelle Situation informiert halten und den Status ihrer Verbindung prüfen.
 
Laut Ufo ist sogar eine Erweiterung der Streikmaßnahmen möglich, sollten die drei Tage nicht zu einem Einlenken der Lufthansa im aktuellen Tarifkonflikt führen. Nach gescheiterten Schlichtungsgesprächen hatte die Gewerkschaft kurz vor Weihnachten angekündigt, dass ab dem 27. Dezember jederzeit Streikaufrufe an ihre Mitglieder erfolgen können. Vorausgegangen sind dem jetzigen Arbeitsausstand bereits Warnstreiks im Herbst 2019 beim Mutterkonzern Lufthansa sowie bei vier Tochtergesellschaften.

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