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Vulkanausbruch in Indonesien gefährdet Flugverkehr

München, 01.06.2018 | 12:49 | lvo

Auf der indonesischen Insel Java ist am Freitag der Vulkan Merapi ausgebrochen. Wie das Branchenportal Biztravel berichtet, ist eine sechs Kilometer hohe Aschewolke in nur zwei Minuten in den Himmel gespuckt worden. Diese droht nun, den Flugverkehr in der südostasiatischen Region zu beeinträchtigen.

Aschewolke über einem Vulkan Der Vulkan Merapi in Indonesien ist am Freitag ausgebrochen (Symbolbild).
Nach der Eruption des 2.900 Meter hohen Merapi, der als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt gilt, hat die nationale Katastrophenschutzbehörde die Alarmstufe Rot für den Flugverkehr verhängt. Am Vormittag verkehrten noch alle Maschinen nach Plan, mit Flugausfällen und Verspätungen ist wegen der Vulkanasche in der Luft jedoch jederzeit zu rechnen.

Zuletzt war der Merapi im Jahr 2010 ausgebrochen und hatte mehr als 300 Todesopfer gefordert. Die Insel Java befindet sich auf dem Pazifischen Feuerring, einer der geologisch aktivsten Zonen der Welt. Auch auf den benachbarten Inseln Bali und Sumatra spuckten in den vergangenen Monaten mehrere Vulkane Asche und Gas: Während der Sinabung auf Sumatra im Februar rumorte, versetzte der Vulkan Mount Agung das Urlaubsparadies Bali seit Herbst 2017 in Alarmbereitschaft. Seit einigen Monaten ist es um den Berg wieder ruhiger geworden.

Auch im nördlichen Pazifik sorgt seismische Aktivität weiterhin dafür, dass der Kilauea auf Hawaii Lava spuckt. Zeitweise kam es hier Anfang Mai zur Sperrung des Nationalparks rund um den Berg auf der Hauptinsel Big Island. Reisende sollten hier weiterhin die lokalen Nachrichten verfolgen und sich nicht in der Nähe der Lavaströme aufhalten.
 

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