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Eurowings streicht Route von Berlin nach Frankfurt

München, 09.01.2018 | 11:23 | hze

Die gescheiterte Niki-Übernahme zeigt offenbar erste Auswirkungen innerhalb des Lufthansa-Konzerns. Wie das Branchenmagazin FVW am Montag berichtet, streicht Eurowings die ab 25. März geplante Route zwischen Berlin-Tegel und Frankfurt wieder aus dem Flugplan, bevor der erste Jet gestartet ist. Als Gründe sieht das Magazin Kapazitätsprobleme durch den Wegfall der der Niki-Maschinen sowie die starke Konkurrenz auf der Strecke.

Berlin Tegel Otto Lilienthal Berlin-Tegel bekommt doch keine Verbindung mit Eurowings nach Frankfurt. Der Lowcoster nimmt die angekündigte Strecke wieder aus dem Programm. © Deutsche Flugsicherung GmbH
Bereits nach der Insolvenz von Air Berlin hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr 1.000 zusätzliche Flüge innerhalb Deutschlands angekündigt. Unter anderem sollte es bis zu viermal pro Woche aus der Hauptstadt in die Mainmetropole gehen. Dafür sollten Maschinen vom Typ Airbus A320 und CRJ-900 zum Einsatz kommen. Da durch die gescheiterte Übernahme von Niki auch die bereits verplanten Flugzeuge wegfallen, musste Eurowings bereits 300 Flüge für den Winter streichen. Zudem hat die Konkurrenz den Druck auf der begehrten Route erhöht: Seit 5. Januar fliegt Condor im Auftrag von Easyjet innerdeutsch von Tegel nach Frankfurt und zurück. Zudem bietet auch die Lufthansa die wichtige Städteverbindung an.

Denn obwohl die Schließung des größeren der beiden Hauptstadtflughäfen eigentlich bereits beschlossen ist, boomt das Geschäft weiter. Neuster Zugang ist der Singapore-Airlines-Billigflieger Scoot, der ab Juni ab Tegel nach Singapur fliegen will. Geplant sind vier Verbindungen pro Woche. Trotz modernster Flugzeuge vom Typ Boeing 787-8 sollen die Tickets für die Langstrecke zum Schnäppchenpreis angeboten werden. 

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