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Taifun Lan bedroht Flugverkehr in Japan

München, 17.10.2017 | 16:51 | hze

Laut dem Joint Typhoon Warning Center (JTWC) droht Japan in der kommenden Woche ein verheerender Taifun. Tropensturm Lan bewegt sich aktuell östlich der Philippinen sowie nördlich von Palau über offenen Ozean und soll bis Donnerstag zum Mega-Taifun der Kategorie Vier oder sogar Fünf werden. Dabei nimmt er Kurs auf Südjapan. Dem Land und vor allem an den Airports droht dann ein Chaos.

Taifun Lan Japan Der gewaltige Tropensturm Lan soll binnen 48 Stunden zum Super-Taifun werden und Kurs auf Japan nehmen. © Wunderground.com/CHECK24
Wie in diesem Jahr bereits bei den Hurrikans Harvey, Irma, Jose und Maria zu beobachten war, soll sich auch Tropensturm Lan in kurzer Zeit rapide verstärken. Während laut JTWC aktuell Windgeschwindigkeiten von rund 100 Kilometern pro Stunde gemessen wurden, soll sich die Kraft des Sturms binnen 48 Stunden verdreifachen. Laut übereinstimmenden Prognosen könnte Lan zwischen Freitag, 20. Oktober, und Samstag, 21. Oktober, sogar zu einem Super-Taifun der Kategorie Vier oder der höchsten Kategorie Fünf werden. Hierfür muss die Windgeschwindigkeit über 240 Kilometern pro Stunde liegen. Böen könnten sogar 300 Stundenkilometer und mehr erreichen. Sowohl im Flugverkehr als auch im öffentlichen Leben muss in diesem Fall mit massiven Störungen gerechnet werden. Reisende sollten ihre Airline kontaktieren.

Je nach Kurs, den der Taifun letztendlich einschlägt, könnte Lan in der Nacht zu Sonntag über die Inseln der Präfektur Okinawa ziehen oder am Montag irgendwo zwischen Kagoshima und Tokio auf das japanische Festland treffen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass das Zentrum des Wirbelsturms östlich an den Hauptinseln vorbeizieht. In diesem Fall würden die Izu-Inseln südlich von Tokio getroffen. Lan ist bereits der achte schwere Wirbelsturm, der sich dieses Jahr im Pazifik bildet. Zuletzt hatte Taifun Hato Mitte August den Flugverkehr von und nach Hongkong lahmgelegt. Im Atlantik sorgte hingegen Hurrikan Ophelia für Aufsehen, der nicht in die Karibik, sondern auf Irland zuzog und dort am Montag für Flugausfälle und geschlossene öffentliche Einrichtungen sorgte.

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