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Hurrikan nimmt Kurs auf Miami: Hunderte Flüge wurden gestrichen

München, 08.09.2017 | 09:36 | mja

Reisende mit dem Ziel Miami müssen aktuell mit massiven Behinderungen rechnen. Wie aus dem aktuellen Flugplan des internationalen Airports in Florida hervorgeht, fallen am Freitag, dem 8. September 85 Abflüge und mehr als 100 Ankünfte aus. Zudem sollen sich Touristen in den Florida Keys, den tiefer gelegenen Stadtteilen von Miami sowie Miami Beach, Key Biscayne und den Virginia Keys in Sicherheit bringen.

Hurrikan Irma Irma nimmt als stärkster je gemessener Sturm auf offenem Atlantik Kurs auf Miami. Foto: RAMMB / CIRA @ CSU.
Am Fort Lauderdale-Hollywood International Airport wurden 112 Starts und 165 Landungen gecancelt. Der Flughafen Orlando meldet indes mehr als 50 annullierte Flüge. Mit Verspätungen muss an allen betroffenen Airports gerechnet werden. Reisende sollen in jedem Fall vor ihrer Anfahrt zum Flughafen den Status überprüfen.

Laut Auswärtigem Amt (AA) trifft der Monster-Hurrikan Irma am 9. oder 10. September auf Florida. Für diese Region wurde bereits der Ausnahmezustand verhängt. Urlauber in Miami-Dade-County (A-, B- und C-Zonen) sowie in Teile der Broward- und Collier-County (Marco Island) müssen ebenfalls die Gegenden verlassen, weil es unter anderem in Miami Beach keine Schutzräume gibt. Für die Evakuierung stehen jedoch kostenfreie Shuttle-Busse an 25 Punkten in Miami Beach zur Verfügung. Diese sollten genutzt werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Betroffene sollen sich zudem an die amtliche Hotline-Nummer 311 wenden.

Auch deutsche Airlines reagieren bezüglich Irma. Reisende mit Air Berlin, Condor, der Deutschen Lufthansa und ihren Töchtern Austrian Airlines, Brussels Airlines, Edelweiss, Eurowings und Swiss können je nach Fluggesellschaft bis zu einem bestimmten Datum kostenlos umbuchen. Verbindungen mit Air France und SAS sind ebenfalls vom Hurrikan betroffen. Reisende werden hier ebenfalls gebeten, sich vorab über den aktuellen Flugstatus zu informieren und sich mit der jeweiligen Airline in Kontakt zu setzen. Wer über einen Reiseveranstalter gebucht hat, informiert sich hier weiter.

Irma traf bereits vor wenigen Tagen auf die Karibik-Inseln und verwüstete unter anderem das niederländische Königreich St. Maarten. Der Flughafen dieses kleinen Landes ist vollkommen zerstört. Auch die Barbuda, die Dominikanische Republik und Haiti blieben nicht verschont. Nun nimmt Hurrikan Irma, der stärkste je gemessen Sturm auf offenem Atlantik, Kurs auf die Bahamas und Kuba.   
 

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