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Vorschriftsänderung: Keine E-Zigaretten mehr im Aufgabegepäck

München, 14.04.2016 | 14:55 | mja

Nach einer Anweisung der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) dürfen elektronische Zigaretten nicht mehr im aufzugebenden Gepäck transportiert werden. Wie die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH am Dienstag in ihrer Mitteilung bekannt gab, empfiehlt sie allen Passagieren, sich vor Reisebeginn bei der jeweiligen Airline zu informieren, ob Einschränkungen bezüglich E-Zigaretten für das Hand- und Aufgabegepäck bestehen.

Frau Laptop Flughafen Sowohl E-Zigaretten als auch Lithium-Ionen-Akkus müssen im Handgepäck verstaut werden.
Laut ICAO geht von elektronischen Zigaretten eine Brandgefahr aus, da sich die Heizelemente bei einer Fehlfunktion selbstständig einschalten können. „Mehrere Vorfälle wurden bekannt, bei denen sich die Heizelemente irrtümlich einschalteten und so Brände im Gepäck verursachten", sagte ICAO-Ratspräsident Olumuyiwa Benard Aliu. Demnach sind E-Zigaretten nur noch im Handgepäck erlaubt. Das Aufladen der elektrischen Zigarette in der Flugzeugkabine ist dagegen verboten.

Zudem hat die Internationale Zivilluftfahrtorganisation im Februar dieses Jahres eine weitere Empfehlung ausgesprochen, die einzelne Lithium-Ionen-Akkus betrifft. Der ICAO zufolge dürfen diese ab April nicht mehr im aufzugebenden Gepäck mitgenommen werden. Vom Verbot ausgenommen sind allerdings eingebaute Akkus. Ersatz-Akkus, so die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, sind im Handgepäck zu transportieren. Lithium-Ionen-Batterien sind unter anderem in Smartphones und Laptops zu finden. Auch hier geht die ICAO von Brandgefahr aus.

In den USA ist seit dem 1. April nun auch die Nutzung von E-Zigaretten auf kommerziellen Flügen zu oder ab einem US-Airport verboten. Mit diesem Gesetz reagiert das Ministerium auf die Ergebnisse mehrere Studien, bei denen auch der Dampf von elektronischen Zigaretten eine Vielzahl schädlicher Chemikalien enthalten kann. „Diese endgültige Regelung ist wichtig, da sie Fluggäste davor schützt, ungewollt Aerosolen ausgesetzt zu werden, die bei der Nutzung von E-Zigaretten an Bord von Flugzeugen entstehen“, sagte Verkehrsminister Anthony Foxx.

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