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Moskau erweitert Flughafen Scheremetjewo für Fußball WM

München, 28.10.2016 | 10:45 | hze

Da Russland während der Weltmeisterschaft zwischen dem 14. Juni und 15. Juli 2018 einen gewaltigen Besucheransturm erwartet, soll der wichtigste der Flughafen Moskau-Scheremetjewodeutlich ausgebaut und modernisiert werden. Nach Medienberichten wird für insgesamt 786 Millionen Euro die Infrastruktur den höchsten internationalen Standards angepasst und ein neues Terminal für Inlandsflüge gebaut. Dies ist nötig, da viele Spielorte in Russland kaum über internationale Direktverbindungen verfügen.
 

Flughafen Moskau Sheremetyevo Terminal Moskau baut seinen größten Flughafen Scheremetjewo für die Fußball WM 2018 für fast 800 Millionen Euro deutlich aus. © Scheremetjewo International Airport
Die wichtigsten Vorarbeiten sind laut Airport-Chef Michail Wassilenko bereits abgeschlossen. In manchen Bauabschnitten läge man sogar schon vor dem sehr straffen Zeitplan. Für den Besucheransturm aus aller Welt zur WM 2018 soll der Airport Scheremetjewo nach dem Umbau mit 90 Starts- und Landungen pro Stunde fast doppelt so viele Flugzeuge abfertigen können wie bisher. Auch die jährliche Passagierkapazität soll von aktuell rund 31 Millionen bis 2026 auf 80 Millionen wachsen. Im vergangenen Jahr erreichten nur der Hartsfield–Jackson Atlanta International Airport (101,5 Mio.) und der Beijing Capital International Airport (89,9 Mio.) diese Marke.

Der Flughafen Moskau-Scheremetjewo nahm seinen Betrieb im Jahr 1959 auf und ist das Drehkreuz der russischen Staatsairline Aeroflot. Unter anderem verbindet S7 Airlines den Airport auch mit Berlin-Tegel. Neben dem etwa 30 Kilometer nordwestlich gelegenen Flughafen verfügt Moskau noch über zwei weitere internationale Airports. Der zweitgrößte Moskau-Domodedowo hat mit rund 29 Millionen Passagieren pro Jahr dicht zu Scheremetjewo aufgeschlossen. Der kleinste und vor allem bei Billig-Airlines beliebte Flughafen Moskau-Wnukowo kommt jährlich auf rund zehn Millionen Fluggäste. So startet etwa die russische Pobeda von hier aus nach Memmingen im Allgäu.
 

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