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Streik: Italien versinkt im Verkehrschaos

München, 22.02.2017 | 10:20 | hze

Das Verkehrschaos in Italien dürfte noch schlimmer ausfallen als bisher angenommen. Während Alitalia aufgrund eines Streiks von Boden- und Kabinenpersonal am Donnerstag, 23. Februar, nach eigenen Angaben 60 Prozent aller Verbindungen streichen muss, lassen laut dem Branchenmagazin FVW auch die Taxi-, Bus- und Metrofahrer in den kommenden Tagen die Arbeit ruhen. Reisende müssen daher mit massiven Einschränkungen im öffentlichen Personenverkehr rechnen.

Der Streik geht weiter: Bis Ende der Woche müssen Reisende am Flughafen Frankfurt mit Behinderungen rechnen. Wegen Streiks bei Airlines, Flughäfen, Taxis, Bussen, Trams, der Metro und einigen Zügen, droht Italien diese Woche im Chaos zu versinken.
Laut Flugplan fallen bereits am Mittwoch fast 20 Verbindungen mit Alitalia aus, für Freitag hat die Airline sogar mehr als 30 Starts annulliert. Am Donnerstag will die Airline den Flugverkehr zumindest während der Hauptverkehrszeiten von 7 Uhr bis 10 Uhr sowie zwischen 18 Uhr und 21 Uhr aufrechterhalten, sonst fallen jedoch 60 Prozent aller Verbindungen aus. Passagieren mit Flügen zwischen Mittwochabend und Freitagvormittag empfiehlt die Airline daher, den Status der Verbindung vor Anreise zum Flughafen zu prüfen und gegebenenfalls umzubuchen. Auch eine kostenlose Stornierung sei möglich.

Der irische Billigflieger Easyjet rechnet am Donnerstag ebenfalls mit Verspätungen und Annullierungen. Bei Flugausfällen kontaktiert die Airline betroffene Passagiere per E-Mail oder SMS und erlaubt einmalig die kostenlose Umbuchung oder Stornierung der Tickets. Reisende, deren Flug verspätet durchgeführt wird, sollen sich unbedingt zur ursprünglich geplanten Zeit am Airport einfinden, da die Check-in-Zeiten bei Easyjet nicht verlängert wird.

Abseits der Flughäfen müssen sich Italien-Reisende laut FVW in Rom bereits Mittwochvormittag mit Streiks bei Bussen, Trams, Metros und einigen Zügen rechnen. Auch die Taxifahrer der Hauptstadt beteiligen sich am Ausstand. Sie waren bereits am Dienstag in Mailand und der italienischen Hauptstadt auf die Straße gegangen, um gegen den US-amerikanischen Fahrdienst-Vermittler Uber sowie eine geplante Deregulierung des Sektors zu protestieren. Damit setzt sich die Streikwelle, die Italien bereits seit dem vergangenen Jahr in Atem hält, weiter fort.
 

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